Meilensteine - Alben, die Geschichte machten
Meilensteine - Alben, die Geschichte machten

Meilensteine - Alben, die Geschichte machten

SWR1 Rheinland-Pfalz

Overview
Episodes

Details

Jede Woche stellt die SWR1 Musikredaktion ein Meisterwerk der Rock- und Popmusik vor. Queen, Ed Sheeran, Adele, die Rolling Stones, die Beatles, Tina Turner, Bob Dylan uvm. – sie alle haben mit ihren Pop- und Rock-Alben Musikgeschichte geschrieben und längst den Status „Legenden“ erreicht. Wir holen sie wieder hervor, die größten Alben aller Zeiten. Die Platten, mit denen sich Künstler wie Creedance Clearwater Revival, die Eagles oder Fleetwood Mac unsterblich gemacht haben. Jeden Montag gibt es eine neue Folge. Dabei schaut das Team der SWR1 Musikredaktion hinter die Kulissen. Was war los in der Zeit, als dieser Meilenstein der Musikgeschichte veröffentlicht wurde – bei den Musikern und in der Welt. Was macht gerade dieses Album so besonders? Was sind die Hintergründe und wie sind sie produziert worden, die Platten, die uns immer wieder über den Weg laufen? Welche jungen Künstler haben sie beeinflusst und von wem wurden sie selbst beeinflusst? Bei uns gibt’s die Geschichten hinter den Alben, die Geschichte machten. Haben Sie Anregungen für die nächste Folge, Fragen oder Kritik? Sie erreichen die Redaktion per E-Mail unter [email protected].

Recent Episodes

Gorillaz – "Gorillaz"
MAR 23, 2026
Gorillaz – "Gorillaz"
Für die Gorillaz tun sich Damon Albarn und Jamie Hewlett zusammen Mit den Gorillaz haben Damon Albarn und Jamie Hewlett eines der innovativsten Musikprojekte aller Zeiten erschaffen – aus Frust. Entstanden ist die Idee zu dem Projekt, als die beiden WG-Kollegen Ende der 90er zusammen MTV geschaut haben und sich über die glattgebügelte Scheinwelt aus produziertem Hochglanz-Pop ärgerten. Damon Albarn erschafft die Gorillaz als Statement der scheinheiligen Popwelt "Nichts ist da mehr echt! Und jede Fakeband könnte authentischer sein als das, was wir da sehen", so die frei übersetzte Hypothese der beiden. Also haben sie genau das gemacht. Sie haben mit den Gorillaz die erste echte Fakeband der Welt erfunden. Das musikalische Mastermind ist Damon Albarn, der mit seiner Band "Blur" bereits diverse Erfolge gefeiert hatte und eine der Ikonen des Britpop war. An seiner Seite steht sein Mitbewohner und Freund Jamie Hewlett, der sich als Comiczeichner und Co-Autor des Erfolgscomics "Tank Girl" als Künstler einen Namen gemacht hatte. Das Ziel war klar: Die Gorillaz sind ein Statement gegen die Popkultur-Scheinwelt. Die Gorillaz kritisieren das Popbusiness, während sie gleichzeitig damit spielen und es erobern – was für eine Ironie. Damon Albarn und Jamie Hewlett erfinden ein Universum für die Gorillaz Die (offizielle) Band Gorillaz besteht aus den vier fiktiven Charakteren Murdoch Nicalls, 2-D, Noodle und Russell – allesamt mit weitreichenden Hintergrundgeschichten, die spannend, verrückt und natürlich frei erfunden sind. Man merkt erst heute, wie krass Visionär dieses Album war! Quelle: Bianca Hauda, Musikjournalistin und Moderatorin über das Album "Gorillaz" Die These des Projekts: Auch wenn etwas komplett frei erfunden ist, kann es authentischer sein als existierende Bands und Menschen aus Fleisch und Blut. Denn hier wird niemandem etwas vorgemacht. Die Gorillaz sind ein 360-Grad-Kunstprojekt von Albarn und Hewlett Mit den Gorillaz haben Damon Albarn und Jamie Hewlett nicht nur eine Band aus dem Nichts erschaffen, sondern gleich ein ganzes Universum drumherum. Die Fiktion hört nicht bei der Musik und bei den Videos auf. Es gibt mit "Rise Of The Ogre" eine Bandbiografie, Interviews mit den Bandmitgliedern und vieles mehr. Die Gorillaz sind ein 360-Grad-Kunstprojekt, das immer wieder die Grenzen sprengt! Quelle: Patrick Schütz, Musikredakteur über die Gorillaz Hören, sehen, lesen – es macht Spaß, die Welt der Gorillaz zu entdecken Elton John hat Damon Albarn, den musikalischen Kopf hinter der Band, als "interessantesten britischen Musiker" bezeichnet. Spannend ist dabei vor allem, dass es im Gorillaz-Kosmos – im Rahmen des Debütalbums und darüber hinaus – unglaublich viel zu erkunden gibt für die Fans. Es gibt viele Details und Muster, die immer wiederkehren und weitergetragen werden – diese zu entdecken macht unglaublich viel Spaß. Neben der Musik gibt es auch viele Filmreferenzen Besonders häufig finden sich auf dem Debütalbum zum Beispiel auch Filmreferenzen zu Klassikern der Kinogeschichte. Sei es zu den Italowestern, im Song "Clint Eastwood", dem bekanntesten Stück des Albums, oder zu Horrorfilmklassikern wie "The Shining" oder "Freitag der 13.". Der Einfluss von Damon Albarn und den Gorillaz Mit dem Debütalbum der Gorillaz haben Jamie Hewlett und Damon Albarn der damaligen Popwelt den Spiegel vorgehalten und gezeigt, dass man für Authentizität nicht mal echte Menschen braucht. Und als (fast schon) Nebeneffekt gibt es hierbei noch großartige Musik, die Weltmusik, Art-Pop, Dub, Triphop, Hip-Hop, Rock und noch vieles mehr verbindet. Dieses Album hat uns gezeigt, dass es in der Musik keine musikalischen und kulturellen Grenzen gibt! Quelle: Bianca Hauda über das Vermächtnis der Gorillaz Shownotes Die komplette Hintergrundgeschichte der GorillazDas Musikvideo zu "Clint Eastwood"Das Musikvideo zu "19-2000"Das Musikvideo zu "Rock The House"Das Musikvideo zu "Tomorrow Comes Today"Die Website der "Kong Studios"Kurzdoku über Damon Albarn von Musikjournalist Asa ParkModerator Zane Lowe im Interview mit Damon AlbarnFanwiki zu den GorillazDas Interview, das Jamie Hewlett für "Deadline" geführt hat Über diese Songs vom Album "Gorillaz" sprechen wir im Podcast (20:30) – "Re-Hash" (25:37) – "Tomorrow Comes Today"(36:18) – "Clint Eastwood"(45:53) – "Rock The House"(52:38) – "19-2000" Über diese Songs sprechen wir außerdem im Podcast (30:50) – "I Got Law" von Blur(34:42) – "Java” von Augustus Pablo(35:22) – "Sunset Coming On” von Damon Albarn(47:22) – "Concrete Schoolyard” von Jurassic 5(49:08) – "Mistadobalina” von Del The Funky Homosapien
play-circle icon
64 MIN
Depeche Mode – "Black Celebration"
MAR 16, 2026
Depeche Mode – "Black Celebration"
Für ihr Album "Black Celebration" sind Depeche Mode 1985 zurückgekehrt in die, für sie bereits bekannten, Hansa-Studios nach West-Berlin. Dort hatte die Gruppe um Sänger Dave Gahan bereits die beiden Vorgängeralben "Some Great Reward" und "Construction Time Again" aufgenommen. Mit "Black Celebration" entwickeln sich Depeche Mode weiter Für Musikredakteur und Depeche Mode-Fan Dave Jörg ist dieses Album die nächste Stufe in der Qualität der Band, erzählt er im Meilensteine-Podcast. Das ist die klanglich bisher beste Depeche Mode-Platte, die überhaupt rausgekommen ist. Quelle: Dave Jörg, SWR1 Musikredakteur über "Black Celebration" Die Band hat sich von der Qualität ihrer Produktion und ihres Samplings enorm weiterentwickelt, findet Dave Jörg. Und sie haben damit auch Mut bewiesen, denn sie haben sich mit "Black Celebration" gegen die aktuellen Trends von sanftem und weichem Pop gestellt, wie zum Beispiel Samantha Fox, Sandra oder Modern Talking. Depeche Mode haben mit ihrem Album das Gegenteil gemacht und sind noch düsterer geworden. Der dunkle Sound auf "Black Celebration" von Depeche Mode ist nicht negativ Bereits der selbstbetitelte Album-Opener zieht uns mit seiner Soundcollage rein in die Platte. Alles klingt dabei sehr düster, aber diese Düsternis ist nichts Schlechtes, erklärt SWR1 Musikredakteurin Katharina Heinius: "Sie drehen dieses Düstere schon fast um". Das passiert, indem sie eine Passage einer Rede von Winston Churchill nehmen, die er nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gehalten hat. Daraus nehmen Depeche Mode für den Anfang ihrer "schwarzen Feier", den Ausschnitt: "Wir dürfen uns eine kurze Zeit der Freude gönnen". Es ist so, dass man eine Trauer und Schmerz mit der Musik gemeinsam wegtanzen und wegfeiern kann und sich auch in schweren Zeiten erlauben darf, zu feiern. Dafür ist diese Musik enorm gut, weil man sich da "drin einwickeln kann", sagt Jörg. Es macht einen nicht depressiv, sondern im Gegenteil: Diese wohlige Stimmung darin, damit kann man sich zudecken. Quelle: Dave Jörg über "Black Celebration" Der Depeche Mode Song "Stripped" von "Black Celebration" ist stilprägend Depeche Mode haben immer gerne mit Sounds und Samples herumprobiert und gespielt. Der Rhythmus bei ihrem Hit "Stripped" ist auch dadurch entstanden. Dafür hat die Band den Sportwagen von Sänger Dave Gahan im Tonstudio aufgenommen und diesen stark verlangsamt. So hat der Song seinen maschinellen, durchgängigen Beat bekommen. Aber die Band hat noch mehr reale Geräusche genommen, um sie verfremdet im Song "Stripped" einzubauen. Bei den Aufnahmen haben sie zum Beispiel auch im Abstand von mehreren Metern Mikrofone, außerhalb des Tonstudios, auf den Boden gestellt und Feuerwerksraketen daran vorbeigeschossen – ein unglaublicher Aufwand. Die Arbeit hat sich seither keiner mehr gemacht mit Feuerwerkskörpern, soweit ich weiß. Quelle: Dave Jörg über den Produktionsaufwand bei "Stripped" "Stripped" war übrigens der erste Song, den die Band für ihr fünftes Studioalbum "Black Celebration" überhaupt aufgenommen hat. Die Bedeutung von "Black Celebration" für Depeche Mode Mit "Black Celebration" haben Depeche Mode sich ein ganzes Stück weiterentwickelt, ihre Position im Popbusiness gefestigt und gleichzeitig ein neues Level erreicht, was ihre Karriere betrifft, so ordnen Dave Jörg und Katharina Heinius das Album im Kontext der Bandgeschichte ein. Shownotes Video und Interview zum Artwork von "Black Celebration"Depeche Mode – "Black Celebration" Kurzfilm (1986)Das Musikvideo zum Song "Stripped"Das Musikvideo zu "A Question Of Time"Buchtipp: "Behind the Wall: Depeche Mode - Fankultur in der DDR"Buchtipp: "Depeche Mode: Monument"Meilensteine Folge zu "Some Great Reward" mit Autor Sascha LangeARD Podcast-Tipp: "Danke, gut. Der COSMO Podcast über Pop und Psyche" Über diese Songs vom Album "Black Celebration" sprechen wir im Podcast (10:16) – "Black Celebration"(20:17) – "A Question Of Lust"(27:56) – "A Question Of Time"(35:30) – "Stripped"(47:22) – "But Not Tonight"(51:59) – "New Dress"
play-circle icon
57 MIN
Daft Punk – "Discovery"
MAR 9, 2026
Daft Punk – "Discovery"
Daft Punk sind eine der größten House-Bands aller Zeiten. Den internationalen Durchbruch haben sie mit ihrer Single "Around The World" und dem dazugehörigen Album "Homework" geschafft. Mit ihrem zweiten Album "Discovery" hat die Gruppe ihren Stand gefestigt und gezeigt, dass sie keine musikalischen Eintagsfliegen sind. Ab da ist die Erfolgskurve von Daft Punk, die man auch dadurch kennt, dass sie selbst immer mit Roboterhelmen verkleidet in der Öffentlichkeit aufgetreten sind, weiter steil nach oben gegangen. Mit "Discovery" beginnt die Weltkarriere von Daft Punk Daft Punk machen auf "Discovery" – und auch in der Zeit danach – eine besondere Form der House-Musik, nämlich: "French House". Diese spezielle Spielform hat ihre Ursprünge auch im französischen Hip-Hop, der vor allem in den äußeren Bezirken von Paris, den sogenannten "Banlieues" entsteht und stark vom Jazz geprägt ist, erklärt Musikredakteur Stephan Fahrig im Podcast. Man muss sagen, dass French House nicht auf ein bestimmtes Genre festzulegen ist Quelle: Stephan Fahrig, Musikredakteur über die Herkunft von French House Die musikalische Zusammensetzung von "Discovery" und Daft Punk Wie genau das Erfolgsrezept von French House und Daft Punk zusammengesetzt ist, erklärt Meilensteine Gast Sascha Simnovec. Dabei beginnt alles mit einem sehr genauen 4/4-Drumbeat, einer funky Bassline und einer Portion Nile Rodgers und Chic. Was sonst noch reingehört in das fein abgeschmeckte Rezept, das hört ihr im Meilensteine Podcast. "Discovery" hat mich damals schon ziemlich umgehauen, weil da so eine Magie drinsteckt. Quelle: Sascha Simnovec, Meilensteine Gast über "Discovery" von Daft Punk Darüber hinaus lassen Daft Punk auf ihrem Album auch die Klänge verschiedener Instrumente verschwimmen. Es gibt Synthesizer, die wie Gitarren klingen, und Gitarren, die wie Synthesizer klingen – House-, Elektro-, Hip Hop- und Rockelemente bekommen hier vollkommen neue Klanggewänder übergezogen. Das hört man zum Beispiel auch beim Song "Digital Love". Samples sind das Herzstück von Daft Punks Album "Discovery" Auf ihrem Album "Discovery" bedienen sich Daft Punk auch ganz häufig bei mehr oder weniger bekannten, aber bereits veröffentlichten Songs – oft aus den 70ern. Hier werden einzelne Schnipsel von Songs genommen, stark bearbeitet und damit wird dann etwas Neues geschaffen. Auf die Spitze treiben Daft Punk es damit bei dem Song "Face To Face" wie Stephan Fahrig findet. Das ist Sample-Masterclass! [...] 20 Songs werden in diesem einen verarbeitet! Quelle: Stephan Fahrig über die Sampling-Qualität beim Song "Face To Face" Diese Technik in der Musik wird "Sampling" genannt und ist vor allem in der elektronischen Musik und auch im Hip-Hop typisch. Das "Sampling" wird nicht immer unkritisch gesehen und hat schon mehrfach auch zu Rechtsstreitigkeiten zwischen Künstlern und auch Plattenfirmen gesorgt. Die erfolgreichste Single von Daft Punks "Discovery" ist "One More Time" Der Überhit des Albums "Discovery" ist die Vorabsingle und Album-Opener "One More Time". Die Essenz des Songs ist ein Sample von Eddie Johns aus dem Jahr 1979. Das haben Daft Punk so reduziert und verändert, dass es nicht nach 70ern oder 90ern klingt, erklärt Sascha Simnovec, sondern es klingt "nach immer jetzt". Was ich an "One More Time" schön finde: es klingt wie ein Roboter, der zum ersten Mal Glück empfindet. Quelle: Sascha Simnovec, Podcast Gast über die Magie des Songs "One More Time" Dieses stark verfremdete und sehr komprimierte Sample von Eddie Johns Song "More Spell On You" wirkt dabei durch die ständige Wiederholung intensivierend und entwickelt ein echtes Euphoriegefühl. Der Einfluss von Daft Punk und "Discovery auf die Popmusik Mit ihrem Album "Discovery" und ihrem French-House-Stil, haben Daft Punk die Popmusiklandschaft und Dancemusik der nachfolgenden Jahrzehnte stark beeinflusst, beweist Podcast Gast Sascha Simnovec mit Musikbeispielen von Lady Gaga, Madonna, Coldplay, The Weeknd und anderen Popmegastars. In den Songs dieser Megastars lassen sich einige Elemente und Stilistiken wiederfinden, die wir auch aus dem Album "Discovery" von Daft Punk kennen. Nach "Discovery": Weitere Erfolge und das Karriereende von Daft Punk Später in ihrer Karriere haben sie noch mit anderen internationalen Künstlern wie Pharrell Williams, Nile Rodgers oder auch Elektro-Ikone Giorgio Moroder zusammengearbeitet. 2021 haben Daft Punk dann ihre Roboterhelme an den Nagel gehängt und das Ende von Daft Punk verkündet. Shownotes Die Geschichte von French HouseDie Geschichte zur Band "Daft Punk"French Touch: "Pop-Dissidenz"Arte-Blow-Up"Daft Punk: Musikduo und Filmproduzenten""Daft Punk Unchained" (Dokumentation)Interview zum Album-Release von "Discovery"Interstella 5555 (Trailer) - Der Film zum Album DiscoveryAlbum-Analyse der SamplesVideo zu den Samples von "One More Time"Tickets für die Meilensteine beim SWR PodcastfestivalARD-Podcast-Tipp: "Der KI-Podcast" Über diese Songs vom Album "Discovery" sprechen wir im Podcast (28:09) – "One More Time"(45:03) – "Digital Love"(50:17) – "Harder, Better, Faster, Stronger"(01:01:54) – "Face To Face" Über diese Songs sprechen wir außerdem im Podcast (04:45) – "Nouveau Western" von MC Solaar(05:59) – "Parasite" von Motorbase(06:50) – "Acid Eiffel" von Laurent Garnier(07:06) – "Cassius 1999" von Cassius(07:16) – "So Flute" von St.Germain(07:28) – "13 La Rythme Et Le Cadence" von Dimitri from Paris (10:01) – "Around The World" von Daft Punk(11:06) – "Flat Eric" von Mr. Oizo(11:46) – "La Femme D'Argent" von Air(11:58) – "Music Sounds Better With You" von Stardust(12:09) – "Paradise" von Bob Sinclair(12:19) – "Lady (Hear Me Tonight)" von Modjo(17:05) – "Whole Again" von Atomic Kitten(17:27) – "Clint Eastwood" von Gorillaz(29:08) – "More Spell On You" von Eddie Johns(32:47) – "Believe" von Cher(45:59) – "I Love You More" von George Duke(46:52) – "September" von Earth, Wind & Fire(53:36) – "Cola Bottle Baby" von Edwin Birdsong(01:03:24) – "Evil Woman" von Electric Light Orchestra(01:03:36) – "Can't Get It Out Of My Head" von Electric Light Orchestra(01:03:43) – "Silent And I" von The Alan Parsons Project(01:04:01) – "House At Pooh Corner" von Loggins & Messina(01:04:11) – "Old And Wise" von The Alan Parsons Project(01:08:12) – "Hung Up" von Madonna(01:08:27) – "Fireflies" von Owlcity(01:08:47) – "Adventure Of A Lifetime" von Coldplay(01:09:13) – "I Feel It Coming" von The Weeknd(01:09:34) – "The Dead Dance" von Lady Gaga
play-circle icon
72 MIN
Talk Talk – "The Colour Of Spring"
MAR 2, 2026
Talk Talk – "The Colour Of Spring"
Dass "The Colour Of Spring" von Talk Talk tatsächlich das erfolgreichste Album der Gruppe ist, scheint schon fast kurios. Denn es fehlen mit "Such A Shame" und "It's My Life" zwei der erfolgreichsten Singles der Band auf dem Album. Die Vorgeschichte von "The Colour Of Spring" von Talk Talk Auch wenn Talk Talk bekannt sind für ihren Synthie-Sound und ihre kultigen 80er-Vibes, kommt die Band – und vor allem Sänger Mark Hollis – eigentlich aus dem Punk und Post-Punk mit verzerrten Gitarren und jeder Menge Tempo. Einen großen Einfluss auf den jungen Mark Hollis hatte sein größerer Bruder, der als leidenschaftlicher Plattensammler, wie Stephan Fahrig im Podcast erklärt, seinem Bruder ganz viel unterschiedliche Musik vorgespielt hat und damit die Musikbegeisterung des Jungen aus Tottenham weiter befeuert hat. Die ersten eigenen musikalischen Gehversuche im Rahmen eines Bandgeflechts sind 1979 nach nur zwei Jahren und ohne echte Erfolge schon wieder vorbei. Aber Mark Hollis bleibt dran, schreibt weiter Songs und gründet eine weitere Band: "Talk Talk". Gemeinsam nimmt die Gruppe verschiedene Demos auf und schickt diese ganz selbstbewusst an die Plattenfirma EMI – und die ist begeistert. Anfangs wollte die Plattenfirma die Band noch in die New-Romantics-Richtung drängen, ihnen auch den Stempel aufdrücken und die Gruppe so vermarkten. Aber auch wenn die Band um Mark Hollis sich musikalisch vom Punk wegbewegt hat, sind sie innerlich dabei geblieben und haben sich dieses Image eben nicht aufzwängen lassen, erklärt Stephan Fahrig im Podcast. Die Band hat sich von einer Synthie-Pop und New-Wave-Band [...] hin zu einer intellektuell anspruchsvollen Jazzrock-Band Ende der 80er entwickelt. Quelle: Niels Berkefeld im Meilensteine Podcast über die Entwicklung von Talk Talk Die Weiterentwicklung von Talk Talk auf "The Colour Of Spring" Auch wenn Talk Talk als Band am Anfang ihrer Karriere mit synthesizerlastiger Musik bekannt geworden sind und damit große Erfolge gefeiert haben, zum Beispiel mit "Such A Shame" oder "It's My Life", war der Synthesizer doch alles andere als das Lieblingsinstrument von Sänger Mark Hollis, erklärt Stephan Fahrig. Darum hat die Band sich bei ihrem Album "The Colour Of Spring" von dem Synthie-Sound weiter entfernt und das Album anders und organischer klingen lassen – das hören wir schon beim Albumopener "Happiness Is Easy". Die Band bringt keine poppigen Melodien, die sofort im Ohr bleiben, sondern zieht die einen langsam in das Album rein. Für Musikredakteur Niels Berkefeld, der die früheren Sachen von Talk Talk sehr gerne gehört hat, war das ein neuer, ungewohnter Sound von der Band, in den er sich erstmal reinhören musste. Bei mir persönlich war dieses Album Liebe auf den zweiten Blick. [...] "The Colour Of Spring" musst du dir als Hörer erarbeiten. Quelle: Niels Berkefeld, im Meilensteine Podcast über "The Colour Of Spring" von Talk Talk Das Vermächtnis von "The Colour Of Spring" von Talk Talk Mit diesem Album steht die Band auf dem Höhepunkt ihres Schaffens, da sind sich die SWR1 Musikredakteure einig. Talk Talk hat mit "The Colour Of Spring" die Tür auch für andere Musiker und Musikerinnen aufgestoßen, neue Wege zu gehen und alte Strukturen aufzubrechen. Shownotes Das legendäre Musikvideo zum Song "Living In Another World"Website von James Marsh, dem Künstler hinter dem Cover von "The Colour Of Spring"Der Talk Talk Album GuideArtikel zum 40. Geburtstag von "The Colour Of Spring"Die Entstehung von "The Colour Of Spring"ARD-Podcast-Tipp: "Spot Off – Der Backstagetalk"Tickets für die Meilensteine beim SWR Podcastfestival Über diese Songs vom Album "The Colour Of Spring" sprechen wir im Podcast (17:22) – "Happiness Is Easy"(38:37) – "I Don't Believe In You"(45:06) – "Life's What You Make It"(50:12) – "Living In Another World"(01:00:34) – "Chameleon Day" Über diese Songs sprechen wir außerdem im Podcast (06:49) – "Talk Talk Talk Talk" von The Reaction(47:41) – "Running Up That Hill" von Kate Bush(48:02) – "Green Onions" von Booker T. & The MG's(01:03:17) – "Flamenco Sketches" von Miles Davis(01:04:45) – "Streichquartett Nr. 2, op. 17" von Béla Bartók
play-circle icon
72 MIN
Rush – "2112"
FEB 23, 2026
Rush – "2112"
"2112" war die allerletzte Chance für Rush. Ihre beiden vorherigen Alben "Caress Of Steel" und "Fly By Night" blieben hinter den Erwartungen zurück und brachten die Band in finanzielle Schwierigkeiten, auch weil ihre komplexen Progressive-Rock-Songs kaum im Radio gespielt wurden. Eigentlich wollte ihr Label Mercury Records sie schon fallen lassen. Rush-Manager Ray Daniels schaffte es aber zum Glück, das Label mit einer kleinen Notlüge von einem weiteren Versuch zu überzeugen. Daniels schwärmte von den Ideen für "2112" , obwohl er die Musik noch gar nicht gehört hatte. Bei "2112" vertrauten Rush ganz auf ihre Intuition und kreative Freiheit und verweigerten sich bewusst den Vorgaben ihres Labels. Dieser letzte Alles-oder-nichts-Versuch ging auf und wurde zum Beweis dafür, wie weit man kommt, wenn man dem eigenen Bauchgefühl folgt. "2112" und die futuristische Sci-Fi-Helden-Geschichte Die A-Seite des Albums erzählt eine epische Science-Fiction-Geschichte über den Widerstand des Einzelnen gegen ein übermächtiges Kollektiv. Dieses Thema passt perfekt zur Bandgeschichte, denn auch Geddy Lee, Alex Lifeson und Neil Peart galten als drei Individualisten, die erst zusammen eine einzigartige Einheit bildeten und sich bewusst gegen die kommerziellen Vorgaben der Plattenindustrie stellten. Wichtig war, dass [Rush] aus drei Individualisten bestand, die in der Band so eine Synthese erzeugt haben, die perfekt funktioniert hat. Quelle: Meilensteine-Redakteur Stephan Fahrig über Rush Vertont wurde die Geschichte in Form der siebenteiligen Suite "2112". Sie entwirft eine totalitäre Zukunft, in der ein Kollektiv aus Priestern und riesigen Computern die Macht übernommen hat. Als der namenlose Held der Geschichte eine Gitarre entdeckt, stellt er sich mit Musik, Kreativität und Individualität gegen das System. Der Konflikt gipfelt schließlich in einem epischen Finale – im Stück "Grand Final". "2112" legte den Grundstein für den Sound von Rush Meilensteine-Redakteur Stephan Fahrig sieht in "2112" den Grundstein für den typischen Rush-Sound. Das Progressive-Rock-Album vereint viele ihrer Markenzeichen, von schnellen Taktwechseln über klar zugeordnete musikalische Motive bis zu komplexen, präzisen gespielten Arrangements. Gitarrist Alex Lifeson liefert die rhythmischen Elemente des Heldenmotivs, während die Priester durch markante Tom-Rolls im Schlagzeug gekennzeichnet sind. Gekrönt wird das Ganze vom unverwechselbaren und treffsicheren Gesang von Geddy Lee. Das Vermächtnis von Rush Rush haben mit "2112" viele weitere Metal, Progressive- und Hard-Rock Bands beeinflusst. Dazu gehören unter anderem Iron Maiden, Dream Theater, Tool oder The Samshing Pumpkins. Sie sind mit dieser Platte die Begründer des Prog-Rock, ohne die sich ganz viel Musik nicht entwickelt hätte. Quelle: Meilensteine-Redakteur Patrick Schütz über das Vermächtnis von Rush Obwohl Drummer Neil Peart 2020 verstorben ist, gehen Rush auch heute noch auf Tour. Die aus Aschaffenburg stammende Drummerin Anika Nilles knüpft bei aktuellen Projekten an Pearts Erbe an und bringt dabei ihren ganz eigenen unverwechselbaren Stil mit ein. Shownotes Das Video zu "2112"Die überirdische Bedeutung von "2112"Wie das sogenannte Oriental-Riff aus "A Passage To Bangkok" in die westliche Musik gekommen istWeiteres zum Oriental-Riff in der westlichen MusikWebsite von RushWebsite von Anika NillesYouTube Video über Anika Nilles und über ihre ArbeitDie Gitarrenarbeit von Alex LifesonRush Doku bei ArteTickets für die Meilensteine beim SWR PodcastfestivalARD Podcast Tipp: "Das Portal" Über diese Songs vom Album "2112" sprechen wir im Podcast (12:30) – "Overture"(15:13) – "The Temples of Syrinx"(17:19) – "Discovery"(18:35) – "Presentation"(20:10) – "Oracle: The Dream"(21:25) – "Soliloquy"(22:00) – "Grand Final"(46:27) – "Something for Nothing(48:08) – "A Passage to Bangkok" Über diese Songs sprechen wir außerdem (49:30) – "Kung Fu Fighting" von Carl Douglas(51:47) – "Kashmir" von Led Zeppelin
play-circle icon
64 MIN