Sie ist Tierärztin, Spezialistin im Bereich Zähne, und hat das Kürzel ECVM bekannt gemacht. Dr. Katharina Ros war selbst im Parcours erfolgreich und betreut international erfolgreiche Sportpferde genauso wie Isländer oder Freizeitpferde. Außerdem ist sie in mehreren manuellen Therapien ausgebildet. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit: Probleme in der Halswirbelsäule und den ersten Rippen. 
Gemeinsam mit einem internationalen Netzwerk hat sie sich früh der Problematik stolpernder und sich ataktisch bewegender Pferde beschäftigt. Die Ataxie der betroffenen, teilweise noch recht jungen Pferde, war teilweise so ausgeprägt, dass diese Tiere während des Reitens aus heiterem Himmel die Füße verloren, stolperten oder sogar hinfielen. Welch eine Herausforderung ein Pferd mit dem Befund ECVM darstellt, weiß Katharina Ros aus eigener Erfahrung: Ihr talentiertes Springpferd wurde zum Problemfall. Lange Jahre hat es gedauert bis die Tierärztin den Wallach wieder stabilisiert hatte. 
Um dem Problem ECVM auf den Grund zu gehen, hat Dr. Ros gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen Pferde therapiert. Und diejenigen, denen nicht mehr zu helfen war, wurden nach dem Einschläfern seziert, um die Problematik genau betrachten und die komplexen Zusammenhänge besser erkennen zu können. Mehrere Studien laufen zum Thema Halswirbelproblematik/ECVM. Dazu noch wissenschaftliche Publikationen, beispielsweise zur Position des Röntgengeräts wenn man eine Halswirbelsäule beim Pferd, bei dem ein Verdacht auf ECVM besteht, röntgen will. St.GEORG-Chefredakteur Jan Tönjes schwirrte als Host ein bisschen der Kopf nach dem sehr intensiven Gespräch mit der Tierärztin. Hört selbst…

St.GEORG - der Pferde-Podcast

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Tierärztin Dr. Katharina Ros zu ECVM, fehlenden Rippen und Problemen der Halswirbelsäule

MAR 18, 202442 MIN
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Tierärztin Dr. Katharina Ros zu ECVM, fehlenden Rippen und Problemen der Halswirbelsäule

MAR 18, 202442 MIN

Description

Hintergründe zu Symptomen, Röntgen, Studien und der Beschreibung von Skeletten berühmter Hengste Hier finden sich einige Links für alle, die etwas tiefer in das Thema eintauchen wollen. **ECVM - der erste großer Artikel aus St.GEORG 5/2021 mit Bildern, die das Problem vergegenwärtigen **Der große Hintergrundartikel zum Thema ECVM beim Pferd. Über malformierte Halswirbel, Symptome und Erfahrungen rund um ECVM **Welche Hengste haben ECVM? ** Diese Frage zu beantworten, ist aktuell noch nicht möglich. Was aber schon stattgefunden hat, ist eine Untersuchung an einigen historischen Skeletten. Darunter waren auch bekannte Deckhengste, beispielsweise die Vollblüter Dark Ronald xx, geb. 1905, sein Urenkel Birkhahn xx, geb. 1945, und Der Löwe xx, geb. 1944. Diese Hengste haben großen Einfluss auf die moderne Warmblutzucht genommen, nicht nur in Deutschland. Der Löwe xx, der in Hannover wirkte, war übrigens mütterlicherseits genauso ein Urenkel von Dark Ronald xx wie beispielsweise auch der legendäre Furioso xx. Dr. Katharina Ros und ihre Mitstreiterinnen wollten mit der Untersuchung der über 100 Jahre alten Knochen nach Spuren suchen, woher die genetische Disposition von Veränderungen im Halswirbelbereich stammen könnte. Hier haben wir den Artikel auf der St.GEORG-Webseite Und hier ist die Studie, wie sie in der wissenschaftlichen Publikation Animals im November 2023 veröffentlicht wurde: „Historic Horse Family Displaying Malformations of the Cervicothoracic Junction and Their Connection to Modern German Warmblood Horses“, Elisa Zimmermann, Katharina B. Ros, Christiane Pfarrer und Ottmar Distl, Animals 2023 **ECVM – kann man es Röntgen? Wie hoch sind die Kosten **Animals Ausgabe 13, 2. Dezember 2023 Die Übersichtsstudie ECVM In einem Meta Paper hat Nicole Kernot federführend Studien, die sich mit Auffälligkeiten im Bereich der unteren Halswirbelsäule befassen, zusammengefasst und verglichen. Ziel war es unter anderem, „klinische Indikatoren zu isolieren, die mit spezifischen Zuständen der kaudalen Halswirbelsäule von Pferden in Verbindung stehen. Ziel dieser systematischen Übersichtsarbeit war es, den Zusammenhang zwischen klinischen Symptomen und anatomischen Fehlbildungen der kaudalen Halswirbel, Rückenmarkskompression der kaudalen Halswirbelsäule und Arthropathie der kaudalen Halswirbelgelenke zu untersuchen“. Hier findet man diese Übersicht der Forschungslage.