Das Militärbündnis Nato solle den USA im Iran-Krieg dabei helfen, die Strasse von Hormus zu sichern, fordert der US-Präsident. Ansonsten werde sie «eine schlechte Zukunft haben». Erste Nato-Länder wiegeln ab, aber können sie sich Trump widersetzen?
Durch die Strasse von Hormus fahren normalerweise viele Öltanker, doch der Iran bedroht sie als Reaktion auf den Krieg der USA und Israels offen und so hat der Schifssverkehr drastisch abgenommen. Das verteuert die Öl- und Benzinpreise, was auch in den USA bei Trumps Wahlvolk nicht gut ankommt. Deshalb will Trump nun die Strasse von Hormus absichern, und zwar mit internationalen Eskorten.
Die Nato könnte das tun, völkerrechtlich spricht nichts dagegen, zivile Schiffe vor Angriffen zu schützen. Allerdings wäre so ein Einsatz für die Nato keine Pflicht, selbst wenn sich Trump auf den berühmten «Bündnisfall» berufen würde, und die Risiken sind beträchtlich. Trotzdem ist es nicht ausgeschlossen, dass europäische Nato-Länder in irgendeiner Form in diesen Krieg hineinrutschen.
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In dieser Episode zu hören:
- Fredy Gsteiger, SRF-Beobachter der internationalen Sicherheitspolitik
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Wie der Irankrieg die Weltwirtschaft beeinflusst:
- https://www.srf.ch/news/wirtschaft/iran-krieg-von-heizoel-bis-tourismus-so-beeinflusst-der-krieg-die-wirtschaft
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Team:
- Moderation: Isabelle Maissen
- Produktion: Marielle Gygax
- Mitarbeit: Silvia Staub
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