Lachen und Weinen

Bruno Marx, Jakob Scheich

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Philosophie, Anthropologie und Kulturkritik in dialogischen Essays, ideengeschichtlicher Comedy, historischen Hörspielen, literarischem Schweifen und seriösen Wahrheiten. Auch im Blog unter lachenundweinen.org

Recent Episodes

OCT 13, 2026
42. Niemand ist entfremdet (Philosophisches Barometer No. 2)
Live-Aufnahme der zweiten Ausgabe unserer neuen Veranstaltungsreihe bei Europolis in Köln. Da Bruno und Jakob sich im Philosophischen Barometer No. 1 zumindest einig waren, dass es um die Glücksbedingungen im Spätkapitalismus schlecht bestellt ist, machten sie sich im Philosophischen Barometer No. 2 gemeinsam mit dem Publikum Gedanken, warum eigentlich. Unter lauter Lohnabhängigen war die Atmosphäre angenehm, man war sich wohlgesonnen, und das sind beste Voraussetzungen für kontemplative Einsichten. Jakob trat einen Streifzug durch das Niemandsland der Entfremdung an und bot Erklärungen für den Rechtsruck, Bruno erkundete die Ursprünge des Entfremdungstheorems und aktualisierte es sogleich. Auch von der Entfremdung kann man noch entfremdet sein! Das Philosophische Barometer No. 3 „Das Gespenst in der Maschine. Über KI“ wird stattfinden am 30. Oktober, 19 Uhr, im Europolis.Haus in Köln! Sobald es Tickets gibt, sind diese über den Link auf unserer Biosite in Instagram buchbar. Inhalt: 00:00:00 Begrüßung 00:03:31 Bruno: Die Entfremdung der Schönen und Reichen 00:36:48 Intermezzo 00:40:37 Jakob: Im Niemandsland der Entfremdung 01:14:41 Publikumsgespräch Literatur: Arendt, Hannah: Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft (1955). Arendt, Hannah: Vita activa oder Vom tätigen Leben (1960). Fromm, Erich: Die Furcht vor der Freiheit (1941). Heidegger, Martin: Sein und Zeit (1927). Horkheimer, Max / Adorno, Theodor W.: Dialektik der Aufklärung (1947). Houellebecq, Michel: Karte und Gebiet (2010). Marx, Karl: Ökonomisch-philosophische Manuskripte (1844). Marx, Karl: Das Kapital, Bd. 1 (1867). Montaigne, Michel de: Essais. Plessner, Helmuth: Die Stufen des Organischen und der Mensch (1928). Plessner, Helmuth: Zur Frage menschlicher Beziehungen in der modernen Kultur (1959). Schmitz, Hermann: Kurze Einführung in die Neue Phänomenologie (2009). Folgt Lachen und Weinen auf Instagram und lest mehr im Blog auf lachenundweinen.org. Zukünftige Bonusfolgen hört ihr in unseren „II. Folgen“: Mit einer Steady-Mitgliedschaft bekommt ihr sie und unterstützt uns zugleich. Einmalig geht das auch per PayPal oder Überweisung. Und es hilft uns sehr, wenn ihr uns weiterempfehlt oder auf Spotify und Apple Podcasts bewertet. Vielen Dank!
111 MIN
AUG 27, 2026
41.4 Ideology and so on and so on
In der letzten Folge unserer Tetralogie widmen wir uns den beiden letzten großen Interpreten im Diskurs der Ideologie: Peter Sloterdijk und Slavoj Žižek. Trotz einer gewissen Nähe wollen sie sich voneinander absetzen und den Diskurs der Ideologie auf ihre Weise zu einem Abschluss bringen: entweder indem sie über die Unmöglichkeit seines Gelingens aufklären (Sloterdijk) oder aber ihn mit den Mitteln einer psychoanalytisch fundierten Theorie des Begehrens fortsetzen (Žižek). Während wir bei Sloterdijk über die verhohlenen idealistischen Annahmen der marxistischen Gesellschaftstheorie aufgeklärt werden, verschiebt Žižek das gesamte ideologische Unwesen in die Sphäre der Praxis, wo es immer schon am Werk ist, auch wenn wir davon wissen. Gerahmt ist unsere Folge von einem Kopienstreit (Hörspiel) und einer kuriosen Kriminalgeschichte, die Bruno aus dem Trottelverein überliefert. Inhalt: 00:00:00 Hörspiel 00:05:36 Wiederholung und Einleitung mit Adorno 00:11:52 Sloterdijks Auftritt im Ideologie-Diskurs mit „Die Kritik der zynischen Vernunft“ 00:42:19 Žižeks remarxisierende Antwort in „Das erhabene Objekt der Ideologie“ 01:17:24 Geschichten aus dem Trottelverein Literatur: Sloterdijk, Peter: Kritik der zynischen Vernunft, Frankfurt am Main 1983. Žižek, Slavoj: The Sublime Object of Ideology, London 1989. Folgt Lachen und Weinen auf Instagram und lest mehr im Blog auf lachenundweinen.org. Zukünftige Bonusfolgen hört ihr in unseren „II. Folgen“: Mit einer Steady-Mitgliedschaft bekommt ihr sie und unterstützt uns zugleich. Einmalig geht das auch per PayPal oder Überweisung. Und es hilft uns sehr, wenn ihr uns weiterempfehlt oder auf Spotify und Apple Podcasts bewertet. Vielen Dank!
84 MIN
JUN 22, 2026
41.3 Frankfurt gegen den Rest der Welt
Der dritte Streich folgt sogleich: Wir drehen uns noch eine Windung weiter auf der Denkschraube der Ideologiekritik und kommen zu den zentralen Vertretern der marxistischen Gesellschaftstheorie im 20. Jahrhundert: Wir nähern uns dem Flaggschiff der Ideologiekritik, auch „Adorno Alpha“ oder „Teddy Invictus“ genannt. Dafür vertiefen wir uns in einen Klassiker der Kulturphilosophie, dessen polemische Analyse damals so aktuell wie heute ist: Das Kapitel über die „Kulturindustrie“ aus der „Dialektik der Aufklärung“ von Adorno und Horkheimer. Diese philosophische Schelte oberflächlichen Vergnügens amerikanischer Massenkultur ist die größte Antispaßkampagne der Geistesgeschichte und ihre Autoren gehören zu den schlechtgelauntesten Philosophen, die je philosophiert haben. Wir lassen uns davon nicht die Laune verderben und entdecken die durchaus amüsanten Seiten dieser Satireschrift, lassen uns auf dem Fließband der Kulturindustrie durch die verzauberte Warenwelt vor allem des Films tragen und hangeln uns von dort zu Marcuse und den introjizierten Bedürfnissen der Konsumenten. Bruno scheitert zuvor mehrfach daran, sich am Wurststand zwischen der Kracauer und der Horkheimer-Wurst zu entscheiden, was ihm als Ladenbetreter, der er werden will, noch zum Verhängnis werden kann. Zum Abschluss vergeben wir traditionell den Martin-Kippenberger-Forscherpreis und wecken den ersten Zweifel am ewigen Ideologieverdacht der Kritischen Theorie. Inhalt: 00:00:00 Einstieg und Themenüberblick 00:05:50 Berufsbezeichnungen 00:13:00 Zwei Wegbereiter der Kritischen Theorie 00:28:20 Auf dem Fließband der Kulturindustrie 01:02:33 Geschichten aus dem Trottelverein 01:05:29 Marcuse, der „Posterboy der 68er-Revolution“ 01:17:03 Ein Seitenblick auf Althusser 01:19:54 Vergabe des Martin-Kippenberger-Forscherpreises und Schluss Literatur: Adorno, Theodor W. / Horkheimer, Max: Dialektik der Aufklärung. Philosophische Fragmente, Amsterdam 1947. Lukács, Georg: Geschichte und Klassenbewusstsein. Studien über marxistische Dialektik, Berlin 1923. Marcuse, Herbert: Der eindimensionale Mensch. Studien zur Ideologie der fortgeschrittenen Industriegesellschaft, Boston 1964. Marcuse, Herbert: Triebstruktur und Gesellschaft. Ein philosophischer Beitrag zu Sigmund Freud, Boston 1955. Althusser, Louis: Für Marx, Frankfurt am Main 1968. Kracauer, Siegfried: Die kleinen Ladenmädchen gehen ins Kino, in: ders.: Das Ornament der Masse. Essays, Frankfurt am Main 1977. Folgt Lachen und Weinen auf Instagram und lest mehr im Blog auf lachenundweinen.org. Zukünftige Bonusfolgen hört ihr in unseren „II. Folgen“: Mit einer Steady-Mitgliedschaft bekommt ihr sie und unterstützt uns zugleich. Einmalig geht das auch per PayPal oder Überweisung. Und es hilft uns sehr, wenn ihr uns weiterempfehlt oder auf Spotify und Apple Podcasts bewertet. Vielen Dank!
89 MIN
MAR 29, 2026
41.2 Marxistische Klempereien
Wir setzen die Suche nach der verlorenen Wahrheit im ideologischen Zeitalter fort und beginnen achronologisch mit Karl Mannheims „Ideologie und Utopie“, einem Klassiker der wissenssoziologischen Schule. In direkter Antithese wandern wir zurück zu der Quelle und dem Ursprung des modernen kritischen Ideologiebegriffs, wie ihn Marx und Engels in der „Deutsche(n) Ideologie“ ausgearbeitet haben. Wir sprechen über die kritischen Grundbegriffe der marxistischen Gesellschaftstheorie: den Warenfetisch, die Herrschaftsgedanken und natürlich die Ideologie. Auf seinem Karriereweg zum Profibürger ist Jakob Käufer geworden, weil er sich schon seit Schulzeiten für Einkäufe begeistert und einen echten Warenfetisch entwickelt hat, Bruno, der sich mittlerweile als Pränalhistoriker verdingt, macht ihm das Angebot, den pränatalen Abschnitt seiner einstigen Biografie zu verfassen (Berufsbezeichnungen). Wir springen von Marx ins 20. Jahrhundert und registrieren mit Klemperers Tagebuch „L(ingua)T(ertia)I(mperii)“ die Verwicklung der Ideologie in die Sprache als ihr eigentliches Ausdrucksmedium. Zuletzt machen wir einen Abstecher zu Bernays’ „Propaganda“, einer Bedienungsanleitung für moderne Ingenieure des Sozialen und der politischen Ordnung und sehen, welch eminente Rolle Ideologie als Bindemittel und Steuerungsmittel sozialer Ordnungsstrukturen hat. Inhalt: 00:00:00 Begrüßung und Themenüberblick 00:05:02 Berufsbezeichnungen 00:14:52 Karl Mannheim: „Ideologie und Utopie“ 00:27:02 Der Ideologiebegriff bei Marx 00:54:33 LTI, Victor Klemperer: Ideologie und Sprache 01:07:23 „Propaganda“ von Edward Bernays 01:12:46 Ideologische Tropen und Zusammenfassung Literatur: Mannheim, Karl: Ideologie und Utopie, Bonn 1929. Marx, Karl / Engels, Friedrich: Die deutsche Ideologie, in: Marx-Engels-Werke, Bd. 3, Berlin 1958. Klemperer, Victor: LTI. Notizbuch eines Philologen, Frankfurt am Main 2004. Folgt Lachen und Weinen auf Instagram und lest mehr im Blog auf lachenundweinen.org. Zukünftige Bonusfolgen hört ihr in unseren „II. Folgen“: Mit einer Steady-Mitgliedschaft bekommt ihr sie und unterstützt uns zugleich. Einmalig geht das auch per PayPal oder Überweisung. Und es hilft uns sehr, wenn ihr uns weiterempfehlt oder auf Spotify und Apple Podcasts bewertet. Vielen Dank!
77 MIN
JAN 31, 2026
41.1 Fallstricke der Alltagsideologie
Bei Lachen und Weinen steht ein intellektuelles Großereignis bevor: In traditioneller Besetzung arbeiten wir uns voraussichtlich über eine Spanne von vier Folgen durch die Geschichte des Ideologiebegriffs von seinen Anfängen bei Bacon (nicht crispy Bacon!) und im Aufklärungszeitalter bis zu den Neomarxisten und Wissenssoziologen des 20. Jahrhunderts. Ideologie ist nicht bloß ein Mittel, mit dem sich wenige Ideologen über Massen erheben und sie steuern, sondern sie ist ein Subtext der gesamten Geistesgeschichte und findet sich noch in den abstraktesten Theoriegebäuden. Jakob präsentiert uns eine Detailaufnahme seines Alltags, die gerade an den unscheinbaren und vermeintlich „normalen“ Alltagshandlungen ideologische Spuren nachweist. Er erklärt uns, wie man ein echter Profibürger wird und welcher Würde man dabei verlustig geht. Bruno deutet neben dieser mikrosoziologischen Beschreibungsebene die Macht ideologischer Strukturen auf der Makroebene an. Ideologie ist überall und wo sie nicht ist, muss sie unseren Verdacht erregen. Jedenfalls folgen wir vorerst dieser „Hermeneutik des Verdachts“ (Ricœur), ohne sie selbst zu verdächtigen, und landen mit einer Reihe von begriffsgeschichtlichen Einordnungen am Eingang des 20. Jahrhunderts. Inhalt: 00:00:00 Begrüßung und Themenüberblick 00:07:18 Jakobs Rezension der letzten beiden Folgen 00:12:18 Politische „Fünf“ Minuten 00:24:22 „Profibürger“-Sein in (post-)ideologischen Zeiten 00:27:21 Die unsichtbaren Fallstricke der Alltagsideologie 00:38:59 Ideologie: Definitionen, Beispiele und Imperative 00:58:41 Ideologie: Etymologie und Begriffsgeschichte 01:12:40 Ausblick auf Teil II und Kurzauftritt Luhmanns Literatur: Herbert Schnädelbach: Was ist Ideologie? Versuch einer Begriffsklärung (in: Das Argument 50/1969) kritischebildung.de/afkg/Schnadelbach_Ideolog… Folgt Lachen und Weinen auf Instagram und lest mehr im Blog auf lachenundweinen.org. Zukünftige Bonusfolgen hört ihr in unseren „II. Folgen“: Mit einer Steady-Mitgliedschaft bekommt ihr sie und unterstützt uns zugleich. Einmalig geht das auch per PayPal oder Überweisung. Und es hilft uns sehr, wenn ihr uns weiterempfehlt oder auf Spotify und Apple Podcasts bewertet. Vielen Dank!
80 MIN