Sandra Knopp, Christina Schneyder, Eva Skergeth-Lopič, Inklusion, berufliche Inklusion, Sparpaket, Regierung, Arbeitsassistenz, Förderungen, Ausbildungspflicht bis 18
Teilhabe unter Druck: Was Kürzungen für berufliche Inklusion bedeuten
MAR 2, 202627 MIN
Teilhabe unter Druck: Was Kürzungen für berufliche Inklusion bedeuten
MAR 2, 202627 MIN
Description
Die Arbeitslosigkeit unter Menschen mit Behinderungen ist hoch – und bei jungen Menschen spitzt sich die Lage weiter zu. Mehr als jeder vierte Jugendliche mit Behinderung ist weder in Ausbildung noch im Job. Während die Quote bei jungen Menschen ohne gesundheitliche Einschränkungen bei 7,5 Prozent liegt, ist sie bei Jugendlichen mit Behinderungen auf 26,8 Prozent gestiegen! Der Unterstützungsbedarf nimmt zu, aber gleichzeitig steigt der Spardruck bei Arbeitsmarktprojekten. Was bedeutet das für jene, deren Einstieg ins Berufsleben ohnehin fragil ist und für Unternehmen die Inklusion als Chance sehen und diese Jugendlichen beschäftigen wollen?
Gleichzeitig gerät der Ausgleichstaxfonds (ATF) unter budgetären Druck. Der ATF finanziert Unterstützungsangebote zur beruflichen Inklusion von Menschen mit Behinderungen – etwa Arbeitsassistenz, Qualifizierungsmaßnahmen, Lohnkostenzuschüsse und andere begleitende Hilfen am Arbeitsplatz. Der finanzielle Bedarf übersteigt die Einnahmen. Zusätzliche Mittel aus dem Bundesbudget für 2026 sollen ab 2027 schrittweise reduziert werden. Das gefährdet die Stabilität bestehender Unterstützungsangebote und könnte zu weiter steigenden Arbeitslosenzahlen bei Menschen mit Behinderungen führen. Es braucht daher eine nachhaltige Sicherung des Ausgleichtaxfonds.
Über all das spreche ich in dieser Folge mit Eva Skergeth-Lopič, sie ist Vorsitzende von dabei-austria, dem Dachverband für berufliche Inklusion und mit dabei-austria-Geschäftsführerin Christina Schneyder.