Warum uns Eskapismus gut tut: Aus den Augen, aus dem Sinn #34

MAR 28, 202431 MIN
Carpe What? Der Sinn-Podcast

Warum uns Eskapismus gut tut: Aus den Augen, aus dem Sinn #34

MAR 28, 202431 MIN

Description

Erschöpft von den Schreckensmeldungen über Krisen, Kriege, Katastrophen? In dieser Folge geht’s um Doomscrolling, Nachrichtenmüdigkeit, Eskapismus, Tagträume und die Frage, wie wir empathisch bleiben und uns sinnvoll engagieren können.Ab (01:05) sprechen Laura und Dennis darüber, warum wir in Krisen zum Doomscrolling neigen. Ab (03:16) geht’s darum, was passiert, wenn den ganzen Tag Informationen auf uns einprasseln. Dennis bringt eine These des Medienwissenschaftlers Neil Postman, warum uns die Informationsflut handlungsunfähig macht. Ab (07:15) knüpft Laura mit dem Phänomen "News Fatigue" an: Menschen verfolgen keine Nachrichten mehr, weil sie sich davon überfordert fühlen. Ab (07:45) diskutieren die beiden ein Argument des Philosophen Byung-Chul Han: Welche Folgen hat es für die Demokratie, wenn Menschen sich nur oberflächlich oder gar nicht mehr informieren? Ab (11:11) erzählt Dennis, wovor der römische Dichter Properz, von dem der Spruch stammt, gern die Augen verschließen wollte. Ab (12:39) geht’s um Tagträume: Laura und Dennis sprechen über den Philosophen und Eskapismus-Befürworter Ernst Bloch. Welches Potenzial sieht er in Tagträumen? Ab (15:20) erklärt Laura, welche Funktion Tagträume aus psychologischer Perspektive erfüllen. Ab (17:28) sammeln die beiden Strategien, wie man seine Screentime gut dosiert und sich bewusst aus der Welt zurückzieht, ohne ganz die Augen vor ihr zu verschließen. Ab (19:09) erzählt Dennis, wie er seine Nachrichtenauswahl bewusst positiv gestaltet. Ab (20:43) sprechen die beiden darüber, wie sie kleine News- und Social-Media-Auszeiten in ihren Alltag integrieren und in welchen Situationen man sich Nachrichten nicht entziehen kann. Ab (23:45) diskutieren die beiden, ob wir verpflichtet sind, am Leid anderer Anteil zu nehmen und welche Folgen es hat, wenn wir Empathie zulassen. Ab (26:47) geht Dennis auf die Forschung des Soziologen Robert Putnam ein, der untersucht hat, welche Arten von Engagement das demokratische Miteinander stärken. Ab (28:19) erklärt Laura, welche Wirkung soziales Engagement aus psychologischer Sicht auf uns hat. Ab (29:39) ziehen die beiden ein Fazit.Über diese Bücher, Talks, Artikel, Studien etc. sprechen wir in dieser Folge:In diesem Artikel in Psychologie Heute geht es darum, warum wir in Krisensituationen zu Doomscrolling neigenNeil Postman: "Wir informieren uns zu Tode" (1982)Reuters Institute Digital News Report, der zeigt, dass das Nachrichteninteresse in Deutschland zurückgehtByung-Chul Han: "Infokratie" (Matthes & Seitz 2021)Properz: "Elegien" (De Gruyter 2014)Ernst Bloch: "Das Prinzip Hoffnung" (Suhrkamp 2022)In diesem Artikel in Psychologie Heute gibt es Infos dazu, wie wir Tagträume positiv nutzen könnenInstagram-Profil der Sozialpsychologin Pia Lamberty, auf der sie auch Tipps gibt, wie man in Krisen selbstbestimmt mit Nachrichten umgehtSeite mit konstruktiven und inspirierenden Nachrichten der ZeitGood-News-Rubrik beim ZDFWöchentlicher Spiegel-Newsletter mit guten NachrichtenInterview in der Süddeutschen Zeitung, in dem der Kognitionswissenschaftler Fritz Breithaupt erklärt, wie empathisch wir sein sollten, wenn wir in Nachrichten mit Leid konfrontiert werdenRobert Putnam: "Bowling Alone" (Simon & Schuster 2020)Podcast-Tipp: "Freiheit Deluxe"Podcast-Tipp: "Politikum"Redaktion/Team:Hosts: Laura Cazés, Dennis PeterzelkaShowrunner: Thorsten Glotzmann (Weltrecorder)Autorin: Carolin Rückl (Weltrecorder)Redaktion WDR: Maik Bialk, Thomas HalletDistribution WDR: Alex LöherProduktion: Simon Hufeisen, Dominik Bretsch (Weltrecorder)Mischung: Sebastian Sánchez Jordan (Weltrecorder)