Was können wir von Kolumbiens Feminist*innen lernen?
Kolumbien hat eines der progressivsten Abtreibungsgesetze weltweit: Seit 2022 sind Schwangerschaftsabbrüche bis zur 24. Woche straffrei. Es ist ein Erfolg der feministischen „grünen Welle“ und des Bündnisses „Causa Justa“. Doch die Realität bleibt widersprüchlich: Hunderte Femizide pro Jahr, Gewalt gegen trans* Personen und Diskriminierung, besonders gegenüber armen, afrokolumbianischen und indigenen Frauen.
Hinzu kommt die Geschichte eines jahrzehntelangen Bürgerkriegs, in dem sexualisierte Gewalt systematisch eingesetzt wird. Welche Rolle spielen diese Themen in den kommenden Wahlen? Und: Wie progressiv ist Kolumbien wirklich?
Darüber sprechen taz-Auslandsredakteurin Anastasia Zejneli und Kolumbien-Korrespondentin Katharina Wojczenko aus Bogotá. Sie diskutieren feministische Erfolge, gesellschaftliche Rückschläge und die politische Lage unter Präsident Gustavo Petro.
Diese Folge wurde aufgezeichnet am 03.03.2026 um 16 Uhr mitteleuropäischer Zeit.