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Tägliches SeelenFutter

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Im Schuppen
MAR 3, 2026
Im Schuppen
Ich bin ohne Kirche aufgewachsen. Ohne Gebete am Bett oder vorm Essen.Ohne „Gott“ im Wortschatz meiner Kindheit.Glaube war kein Thema.Nicht verboten. Nicht gewollt. Einfach nicht präsent.Und trotzdem war da etwas.Ich hatte keine leichte Kindheit. Es gab Tage, da wurde alles zu viel – innerlich wie äußerlich.Dann bin ich in diesen Schuppen gegangen. Draußen, wo das Holz gestapelt wurde. Je mehr Holz darin lag, desto weniger Platz blieb mir. Manchmal stand ich kerzengerade zwischen den Stapeln. Oder hockte mich ganz klein zusammen – in der Hoffnung, dass keine Spinne kam. Wenn ich heute daran denke, ist alles wieder ganz real.Es war seltsam schön – mein Rückzugsort. Mein geheimer Ort. Ich glaube bis heute, niemand wusste davon.Dort habe ich geredet.Ich dachte, ich rede mit mir selbst.Ich habe meine Angst ausgesprochen.Meine Fragen. Meine Überforderung.Viele Tränen geweint, die keiner sehen sollte. Und da kamen Gedanken zurück.Leise. Klar. Tröstend.Wie kleine innere Hinweise, was ich tun könnte.Wie Mut, der sich nicht nur nach mir selbst anfühlte.Damals hätte ich das nie Gott genannt.Erst viele Jahre später – als ich begann, mich bewusst mit Glauben zu beschäftigen und die Bibel zu lesen – fiel mir etwas auf: Vielleicht war ich nie allein in diesem Schuppen.Ich habe Glauben weniger von irgendwem übernommen. Ich habe ihn viel mehr gesucht. Aus Neugier. Aus dem Wunsch zu verstehen, was Menschen daran fasziniert. Was sie trägt. Was sie hoffen lässt.Und je mehr ich las, je mehr ich betete, desto klarer wurde mir: Diese leise Verbindung war vielleicht nie nur „Selbstgespräch“. Vielleicht war es Gott, der längst mein Herz kannte. In Jesaja 65, 24 steht: „Ehe sie zu mir um Hilfe rufen, stehe ich ihnen bei; noch während sie beten, habe ich sie schon erhört.“ Dieser Satz fühlt sich für mich persönlich an.Ich glaube, weil ich rückblickend eine Spur erkenne.Und vielleicht ist das das Schönste am Glauben: Dass er nicht immer mit Prägung beginnt.Sondern manchmal ganz leise. Unbemerkt. Mitten im ganz normalen Leben.Ich wollte mich damals einfach nur verstecken. Vor allem und jedem. Und vielleicht war ich genau dort nicht allein.Wenn ich heute daran denke, bin ich dankbar.Dankbar, dass ich gehalten wurde – lange bevor ich wusste, wie ich das nennen soll.Das wünsche ich Dir auch. Hab einen schönen Mittwoch.Mandy © Foto von Chris Hardy auf Unsplash
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Schon wieder Endzeit?
MAR 2, 2026
Schon wieder Endzeit?
Ihr Lieben,wenn man gerade die Nachrichten öffnet, könnte man meinen: Jetzt ist es soweit.Kriege. Drohungen. Politische Machtspiele. Schlagzeilen, die sich überschlagen.Und hin und wieder laufen bei uns Menschen durch die U-Bahn mit Plakaten und rufen: „Die Endzeit ist nah!!“Eher drohend als hoffnungsvoll.Und wenn ich ehrlich bin – manchmal spüre ich selbst dieses leise Ziehen im Inneren. Dieses Gefühl von: Die Welt ist gerade ziemlich aus dem Gleichgewicht.Aber ganz ehrlich? Diesen Satz haben Menschen schon sehr oft gesagt.Als im 14. Jahrhundert die Pest durch Europa zog und Millionen starben, waren viele überzeugt: Jetzt reiten die apokalyptischen Reiter ein.Als der Dreißigjährige Krieg ganze Landstriche verwüstete, Menschen verhungerten und Seuchen wüteten, glaubte man: Das ist das Ende der Welt.1914 begann der Erste Weltkrieg.1939 folgte der Zweite – mit Holocaust, Atombomben, unvorstellbarem Leid.Wenn jemals etwas nach „Endzeit“ aussah, dann wohl das.Dann der Kalte Krieg.Atomare Aufrüstung.Kuba-Krise.Die reale Angst, dass ein Knopfdruck alles auslöschen könnte.Vietnam.Jugoslawien.Ruanda.Irak.9/11.Syrien.Ukraine.Pandemien.Hungersnöte.Erdbeben.Tsunamis.Und jedes Mal sagten Menschen:„Jetzt passt alles zusammen.“„Jetzt erfüllen sich die Zeichen.“„Jetzt ist die Offenbarung dran.“Leid bleibt Leid.Krieg bleibt grausam.Nichts davon ist harmlos.Aber vielleicht hilft der Blick zurück, um nicht in eine alte Falle zu tappen: Zu glauben, unsere Generation sei die erste, die am Rand des Abgrunds steht.In Matthäus 24 spricht Jesus tatsächlich von Kriegen und Katastrophen. Von Unruhe. Von Erschütterungen. Von Zeiten, in denen vieles wankt. Und dann sagt er etwas, das mich jedes Mal überrascht: „Das ist noch nicht das Ende.“Und: „Lasst euch nicht erschrecken.“Mitten in der Beschreibung von Chaos steht eine Einladung zur Ruhe.Vielleicht, weil Gott wusste, wie schnell wir anfangen, Zeichen zu sammeln.Wie sehr wir versuchen, Zeitpläne zu entschlüsseln.Wie sehr uns Unsicherheit nervös macht.Und ja – da ist auch noch die Offenbarung. Dieses letzte, geheimnisvolle Buch der Bibel.Sie wurde vor fast 2000 Jahren an Christen geschrieben, die verfolgt wurden.Menschen, die Angst hatten, vom Römischen Reich ausgelöscht zu werden.Die dachten: Wir erleben hier gerade das Ende.Johannes beschreibt ihre Situation in gewaltigen Bildern: Reiter. Erschütterungen. Mächte, die wie Tiere auftreten. Symbole für Gewalt, Unterdrückung, Chaos.Diese Bilder waren Trost für bedrängte Menschen. Keine Vorlage für Drohplakate. Kein Countdown.Die Offenbarung sagt nicht: „Fürchtet euch vor dem Ende.“Sie sagt: „Bleibt standhaft. Gott sieht euch. Und Gott behält das letzte Wort.“ – Offenbarung 1,17Und dieses letzte Wort ist nicht Krieg. Nicht Untergang. Nicht Chaos.Sondern: „Siehe, ich mache alles neu.“  – Offenbarung 21, 5Vielleicht ist die entscheidendere Frage also nicht: „Ist das jetzt die Endzeit?“ Sondern: Wie lebe ich in einer Welt, die schon immer zerbrechlich war?Was mache ich mit meiner eigenen Unruhe? Mit dem Gefühl, dass alles schneller, lauter, aggressiver wird?Lasse ich mich hineinziehen in Dauer-Alarm? Oder suche ich bewusst nach dem, was trägt?Bleibe ich menschlich? Bleibe ich wach – aber nicht panisch? Bleibe ich hoffnungsvoll – ohne naiv zu sein?Menschen haben seit Jahrhunderten geglaubt, das Ende stünde unmittelbar bevor.Und doch ist jeder neue Morgen ein stiller Beweis dafür, dass Gottes Geschichte größer ist als unsere Schlagzeilen.Also: Heute ist nicht das Ende. Heute ist Gelegenheit.Zu lieben. Zu glauben. Zu hoffen.Und das ist genug.Los gehts! Deine Mandy
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Trotzdem Ja
MAR 1, 2026
Trotzdem Ja
Ihr Lieben, wir haben Ja gesagt. Nicht klassisch. Wohl eher außergewöhnlich gewöhnlich.In Hoodies. In denen wir uns am wohlsten fühlen. Nur wir zwei. Standesamt.Zwei entschiedene Unterschriften.Eine Standesbeamtin mit Herz und Humor, die diesem bürokratischen Moment überraschend viel Wärme verlieh. Und zwei aufgeregte Menschen mit schwitzigen Händen. Und danach? Sind wir in den Supermarkt gegangen. Wir haben gekauft, was uns schmeckt. Nichts Besonderes – und gleichzeitig alles besondere.Einfach das, worauf wir Lust hatten. Und dann haben wir uns zurückgezogen.An einen schönen Ort.Tür zu. Welt draußen. Während wir unser kleines Glück gefeiert haben, liefen gleichzeitig Nachrichten über eine große, unruhige Welt. USA. Iran. Israel.Drohungen. Spannungen.Angriffe. Gegenschläge. Schlagzeilen, die zeigen, wie brüchig Frieden sein kann. Und vielleicht kennst Du dieses Gefühl … dieses Nebeneinander.Du erlebst etwas Schönes – und weißt gleichzeitig, dass die Welt nicht stillsteht. Freude hier. Unruhe dort.Beides wahr. Zur gleichen Zeit. Es ist, als würde das Leben uns ständig daran erinnern: Nichts ist garantiert. Und diese Welt ist verletzlich. Und während ich noch sortiere, was das alles mit mir macht, kommt mir ein alter Satz in den Sinn: „Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.“ – Römer 12,21 Das Böse überwinden klingt immer so nach Heldentat. Aber vielleicht können wir gerade jetzt alle kleine Helden sein. Wir können keine Raketen stoppen. Aber wir können verhindern, dass wir innerlich abstumpfen.Dass wir uns an Gewalt gewöhnen. Dass Zynismus unser Grundton wird. Heldentum zeigt sich nicht darin, was draußen geschieht. Sondern darin, was es mit uns macht.Ob wir härter werden. Oder bewusster. Ob wir uns innerlich abschotten.Oder offen bleiben – trotz allem. „Das Gute wählen“ heißt nicht, die Welt zu retten.Es heißt, darauf zu achten, wer wir werden.Ich glaube, genau dort entscheidet sich viel mehr, als wir denken. Ein einzelnes Ja verändert nicht die Weltpolitik. Aber es verändert eine Welt.Die Welt zwischen zwei Menschen. Die Welt in Deinem Umfeld. Und genau darin liegt unsere Verantwortung in unruhigen Zeiten: Nicht vom Bösen überwunden werden. Sondern bewusst das Gute wählen. Mitten in dieser seltsamen Welt. Ich wünsch Dir einen guten Start in die neue Woche.Langsam, aber sicher wirds Frühling. Deine Mandy
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Seht die Vögel – und die Illusion der Kontrolle
FEB 23, 2026
Seht die Vögel – und die Illusion der Kontrolle
Ich mag es, Dinge im Griff zu haben.Nicht im Sinne von „alles bestimmen“. Aber vorbereitet sein. Wissen, was kommt. Lösungen parat haben. Ich plane. Ich denke durch. Ich sichere ab.Und dann sitze ich plötzlich in einem Wartezimmer und merke: Ich habe hier gar nichts im Griff.Die Minuten ziehen sich. Der Blick geht immer wieder aufs Handy.Man googelt Symptome, obwohl man es besser weiß.Man spielt Szenarien durch. Gute. Schlechte. Katastrophale.Und innerlich versucht etwas in mir verzweifelt, Kontrolle herzustellen.„Wenn ich genug darüber nachdenke, wird es berechenbar.“„Wenn ich ruhig bleibe, bleibt alles stabil.“„Wenn ich stark bin, passiert nichts.“Aber das stimmt nicht.Ich kann vieles beeinflussen. Aber nicht alles verhindern.Ich kann mich kümmern. Aber ich kann nicht garantieren.Und genau da beginnt diese unangenehme Erkenntnis:  Kontrolle war nie wirklich da. Sie hat sich nur so angefühlt.Jesus sagt in Matthäus 6, 27: „Wer von euch kann dadurch, dass er sich Sorgen macht, sein Leben auch nur um eine einzige Stunde verlängern?“Wenn ich ehrlich bin, fühlt sich dieser Satz erstmal fast hart an. Als würde er meine innere Anspannung nicht ernst nehmen.Aber Jesus sagt das nicht zu Menschen, die gemütlich auf der Couch sitzen. Er sagt es zu Menschen, die unter römischer Besatzung leben. Zu Menschen ohne soziale Absicherung. Zu Menschen, die wirklich nicht wussten, wie morgen aussieht.Und genau denen sagt er: Eure Sorge gibt euch keine Kontrolle zurück.Er verweist auf die Vögel. Auf die Lilien.Nicht romantisch. Nicht kitschig. Sondern radikal.Sie haben keinen Vorratsplan. Keine Rücklagen. Keine Garantie.Und doch sind sie versorgt.Das heißt nicht, dass sie nie sterben.Nicht, dass nichts passiert.Nicht, dass alles immer gut ausgeht.Sondern dass ihr Leben nicht im luftleeren Raum hängt.Vielleicht ist das der Punkt.Sorge ist der Versuch, die Zukunft in die Gegenwart zu zerren.Vertrauen ist die Entscheidung, im Heute zu bleiben – und Gott das Morgen zu überlassen.Jesus sagt nicht: „Es wird nichts passieren.“ Er sagt auch nicht: „Stell Dich nicht so an.“Er fragt: Was bringt Dir Deine Sorge wirklich?Und wenn ich ganz ehrlich bin: Sie bringt mir kein Mehr an Sicherheit. Nur ein Weniger an Frieden.Vertrauen fühlt sich schwächer an. Weil ich loslasse, statt festzuhalten.Vertrauen heißt nicht: „Es wird schon alles gut.“Vertrauen heißt: „Auch wenn es anders kommt, als ich hoffe – ich falle nicht ins Nichts.“Ich weiß nicht, was morgen kommt.Ich weiß nicht, ob meine Pläne aufgehen.Ich weiß nicht, ob Menschen bleiben.Ich weiß nicht, ob Körper immer funktionieren.Aber ich glaube, dass ich gehalten bin.Nicht von meiner Planung. Nicht von meiner Stärke.Sondern von Gott.Vielleicht ist geistliche Reife nicht, alles im Griff zu haben. Sondern zu lernen, die Hände zu öffnen. Und zu sagen:Ich kann nicht alles kontrollieren. Aber ich bin nicht unkontrolliert unterwegs.Ich bin gehalten. © Foto von Andrik Langfield auf Unsplash
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Macht macht sichtbar
FEB 22, 2026
Macht macht sichtbar
„Macht verdirbt den Menschen.“ Sagen wir schnell. Nicken zustimmend. Und zeigen auf „die da oben“.Manager. Politiker. Milliardäre. Namen, die gerade wieder durch die Medien geistern. Und ja – was man da liest, macht ohnmächtig. Weil es um Missbrauch geht. Um Menschen, die ihre Stellung ausnutzen. Um Abgründe. Aber vielleicht stimmt der Satz nicht ganz. Vielleicht verdirbt Macht den Menschen nicht. Vielleicht macht sie nur sichtbar, was längst da ist. Das ist der eigentlich unbequeme Gedanke. Denn Macht beginnt nicht erst bei Millionen und Netzwerken. Macht beginnt im Kleinen. In Beziehungen.In Abhängigkeiten.Im Schweigen.In dem Wissen: „Ich komme damit durch.“ Vielleicht ist es genau das, was uns so erschüttert. Nicht nur das Ausmaß. Sondern die Erkenntnis, wozu der Mensch fähig ist, wenn er sich unangreifbar fühlt. Jeremia schreibt einmal: „Nichts ist so abgründig wie das menschliche Herz. Voll Unheil ist es; wer kann es durchschauen?“ – Jeremia 17,9 Ich geb zu, wir hatten schon schönere Sätze fürs SeelenFutter Aber, ich glaub es ist ein ehrlicher. Die Bibel romantisiert den Menschen nicht. Sie kennt seine Größe. Aber sie verschweigt seine Abgründe nicht. Und genau deshalb ist Jesu Definition von Macht so radikal anders. Er sagt: „Wer unter euch groß sein will, der sei euer Diener.“ – Matthäus 20, 26  Nicht: Wer groß sein will, soll sich durchsetzen.Nicht: Wer Einfluss hat, darf ihn ausspielen.Nicht: Wer stärker ist, gewinnt. Sondern: Wer wirklich groß ist, dient. Das ist keine Schwäche. Das ist gezähmte Stärke. Vielleicht ist das die eigentliche Frage hinter all den Schlagzeilen: Was mache ich mit der Macht, die ich habe? Mit meinen Worten. Mit meinem Einfluss. Mit meiner Position.Mit dem Wissen, das andere nicht haben. Nutze ich sie für mich? Oder zum Schutz der Schwächeren? Die Ohnmacht, die wir fühlen, wenn wir große Skandale sehen, ist real.Wir können nicht alles ändern. Nicht alles aufdecken. Nicht alles richten. Aber wir können entscheiden, wie wir mit dem umgehen, was uns anvertraut ist. Und vielleicht beginnt echte Veränderung nicht dort, wo Menschen unantastbar wirken. Sondern dort, wo einer sagt: Ich will meine Macht nicht missbrauchen. Ich will sie begrenzen. Ich will dienen. Macht macht sichtbar, wer wir sind. Aber Liebe entscheidet, wer wir werden.In diesem Sinne, hab eine schöne Woche!Deine Mandy © Foto von Zac Ong auf Unsplash
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