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Die NGO-Debatte
Victoria Strachwitz & Michael Seberich
Wer bringt uns Demokratie bei?
SEP 25, 202643 MIN
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Description
Im Gespräch mit: Annette Schavan, Vorstandsvorsitzende der Hertie Stiftung, ehemalige Bundesbildungsministerin und Botschafterin
In dieser Folge sprechen Victoria Strachwitz und Michael Seberich mit Annette Schavan, Vorstandsvorsitzende der Hertie Stiftung, ehemalige Bundesbildungsministerin und Botschafterin darüber, wie Demokratiebildung aussieht und wer sie alles leistet. Nach einem genaueren Blick auf Stiftungsarbeit, blicken sie auf die Zivilgesellschaft als Akteurin, sowie aktuelle politische Geschehnisse und die Frage, wie wir unsere Demokratie erhalten.
Unsere Argumentationshilfen:
„Demokratie lernt man in der Schule.“
Schule spielt dabei eine zentrale Rolle. Demokratie entsteht aber nicht nur im Klassenzimmer, sondern überall dort, wo Menschen Verantwortung übernehmen, diskutieren, Kompromisse finden und sich für andere engagieren: im Verein, im Ehrenamt, in der Familie oder im Alltag. Entscheidend ist also das Zusammenspiel von Schule und Zivilgesellschaft: Demokratie muss nicht nur vermittelt, sondern auch erlebt und praktiziert werden.
„Demokratieförderung ist allein Aufgabe des Staates.“
Der Staat trägt hier selbstverständlich Verantwortung. Eine lebendige Demokratie lebt aber genauso von Stiftungen, Vereinen, Initiativen und engagierten Bürgerinnen und Bürgern. Gerade dieser vorpolitische Raum ist wichtig, weil dort demokratische Erfahrungen gesammelt werden, lange bevor Menschen vielleicht selbst politisch aktiv werden. Demokratieförderung ist deshalb eine gemeinsame Aufgabe von Staat und Zivilgesellschaft.
„NGOs sollten sich aus Politik heraushalten.“
Zivilgesellschaft lebt davon, dass Menschen ihre Anliegen vertreten und in gesellschaftliche Debatten einbringen. NGOs können wichtige Debatten anstoßen und politische Diskurse vorbereiten, die später auch in die Politik einfließen. Entscheidend ist deshalb nicht, ob sie sich politisch äußern, sondern wie: transparent, demokratisch und im Rahmen der freiheitlichen Ordnung. Dabei sollte man zwischen politisch und parteipolitisch unterscheiden: Zivilgesellschaft sollte nicht parteipolitisch sein und kann trotzdem dabei politisch sein. Sie darf Positionen vertreten, Debatten anstoßen und gesellschaftliche Veränderungen anregen. Genau darin liegt ihre wichtige Funktion als Debatten- und Erfahrungsraum unserer Demokratie.
Quellen zur Folge:
Gemeinnützige Hertie-Stiftung. https://www.ghst.de/
Impressum
Gefördert durch: Robert Bosch Stiftung und Schöpflin Stiftung
Eine Produktion von: Maecenata Stiftung und Wider Sense
Redaktion & Konzept: Victoria Strachwitz, Michael Seberich
Produktionsteam: Lisa Klisch (verantwortlich), Anna Henke, Ansgar Gessner, Sascha Nicke, Pauline Fritz
Gestaltung: Joerg Solzbacher, Lisa Klisch

