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Dini Mundart - Schnabelweid
Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)
Dominic Oppligers neuer Mundartroman «Gschtüel»
OCT 8, 202657 MIN
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Description
Wer möchte ich sein? Wo ist mein Platz? Und wie finde ich dorthin? Diesen Fragen spürt Dominic Oppliger in «Gschtüel» geschickt nach - vor den Kulissen der Kleinstadt Baden in den Nullerjahren.
Was wäre eigentlich, wenn unsere Entwicklung nicht mit dem Erwachsenwerden aufhören würde? Diese Frage warf der Bäderarzt Prof. Pilzbarth auf. Er beschrieb die sogenannte Anthropolyse, eine Therapie, dank der Menschen sich in ein Tier ihrer Wahl weiterentwickeln konnten, um so zu werden, wie sie sich wohl fühlen, wie es ihrem Wesen entspricht.
Prof. Pilzbarth und die Anthropolyse sind fiktiv - ein Projekt der Objektkünstlerin Margarethe Dubach und des Psychiaters Jürg Willi, das in den 1990er-Jahren im Badener Musée bizarre ausgestellt war.
Diesem Professor Pilzbarth und seinen merkwürdigen Theorien begegnete auch der Aargauer Autor Dominic Oppliger, als er in den Nullerjahren als junger Mann nach Baden kam. Zuerst hatte er Mühe, in der Kleinstadt Anschluss zu finden. Aber als es auf dem Gstühl-Areal beim Bahnhof eine Zwischennutzung gab, fand er dort eine Raum, in dem er sich verwirklichen konnte.
Diese beiden Erlebnisse verwebt Oppliger geschickt in seinem neuen Mundartroman «Gschtüel» - eine schöne, wenn bisweilen auch etwas gruslige Geschichte über die Suche nach dem, was und wo man sein möchte.
André Perler hat sich mit Dominic Oppliger in Baden in einen Heissen Brunnen gesetzt - auch die Thermalbäder und Brunnen spielen eine wichtige Rolle im Roman - und mit ihm über seinen Roman und seine Erinnerung an das Baden der Nullerjahre gesprochen.
Ausserdem in der Sendung: Der ehemalige Chefredaktor des Idiotikons Hans-Peter Schifferle klärt, auf welche körperliche Eigenschaft des ersten Namensträgers der Familienname Blunschi, respektive Bluntschli zurückgeht.
Buch-Tipp: Dominic Oppliger: Gschtüel. Roman. Edition Gaggalariplatz, Arisverlag 2026 (ca. 100 Seiten).

