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Fempire - der Podcast über Frauen, die schreiben
Rasha Khayat
Katerina Vasiliou über Janice Galloway
SEP 20, 202670 MIN
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Description
Nach einer langen Sommerpause, während der Rasha unter anderem an ihrem neuen Buch gearbeitet hat, kehrt Fempire nun endlich zurück. Den Anfang im September macht die britisch-zyprische Schriftstellerin Katerina Vasiliou, die im Gespräch mit Rasha die in Deutschland kaum bekannte, weil kaum übersetzte schottische Schriftstellerin Janice Galloway vorstellt.
Katerina ist in Großbritannien geboren, besitzt inzwischen einen zyprischen Pass und lebt in Hamburg. Über Grenzen, Nationalismus und Herkunft dreht sich auch ihr Memoir „Komm, komm“, das von Christine Koschmieder aus dem Englischen übersetzt und diesen Sommer veröffentlicht wurde. In ihrem komischen und melancholischen Buch setzt sich Katerina schriftstellerisch mit ihrer Familiengeschichte auseinander, zeigt auf wie diese von den politischen Gegebenheiten geformt wurde und wie Politisches und Familiäres wiederum die Konstituierung des eigenen Selbst beeinflusst haben und immer noch beeinflussen.
Auch die von Katerina mitgebrachte, 1955 in Schottland geborene Autorin Janice Galloway hat ein Memoir geschrieben, dem sich Katerina und Rasha in ihrem Gespräch besonders widmen werden. Wie der Titel des 2008 veröffentlichten autobiografischen Werks „This is Not About Me“ schon verrät, geht es dabei, ebenso wie in Katerinas Memoiren, um so vieles mehr als um die Erinnerungen der Autorin. Galloway wirft darin einen Blick auf Frauen der schottischen Arbeiterklasse in den 1960er Jahren und beschreibt ihre eigene besondere Familienkonstellation zwischen Mutter und großer Schwester. Für ihren 2002 erschienen Roman „Clara“, den Rasha und Katerina ebenfalls besprechen, hat sich Galloway dagegen die biografischen Details einer anderen, historischen Figur, der Pianistin und Komponistin Clara Schumann (1819-1896) genommen und damit ein ganz anders erzähltes Werk geschaffen. Trotzdem die beiden Bücher der schottischen Autorin so unterschiedlich sind, vereint sie doch, wie Katerina im Gespräch bemerkt, dass beide eine Frau im Zentrum haben, der nicht erlaubt wird, sich in die von ihr angestrebte Richtung hin zu entwickeln.
Neben diesen beiden Büchern hat Galloway weitere Romane, Kurzgeschichten, Gedichte und kollaborative, multimediale Werke veröffentlicht und wurde dafür bereits mit mehreren Preisen bedacht. Ins Deutsche übersetzt wurden bisher jedoch nur ihr Debütroman „Die Überlebenskünstlerin“ (1993; original mit dem Titel „The Trick is to Keep Breathing“ 1989 erschienen) sowie ihr zweiter Roman „Fremde Länder“ (1996; original mit dem Titel „Foreign Parts“ 1994 veröffentlicht), die beide auch nicht mehr aufgelegt werden. Katerina und Rasha sprechen über Galloways Vielseitigkeit als Schriftstellerin, creative non-fiction und die Grenzen des Genrebegriffs.
Als Produzentinnen standen Rasha auch in dieser Folge wieder Kathrin Albrecht und Asya Kurtuldu zur Seite.
Erwähnt wurden:
Katerina Vasiliou, Komm, komm: Memoir, 2026. Aus dem Englischen von Christine Koschmieder.
Janice Galloway, This is Not About Me, 2008.
Janice Galloway, Clara, 2004. Original 2002 erschienen.
Der LRB-Podcast mit Janice Galloway und Jenny Diski.
Die Fempire-Folge mit Asal Dardan über Jenny Diski.
Janice Galloway, All Made Up, 2011.
Janice Galloway, Die Überlebenskünstlerin, 1993. Aus dem Englischen von Christine Frick-Gerke.
Sofka Zinovieff, Eurydice Street: A Place in Athens, 2005.
Noreen Masud, A Flat Place, 2023.
Jack Karouac, On the Road, 1957.
Erwähnt wurden außerdem Clara Schumann, William Faulkner, Thomas Mann und Etel Adnan.

