War Pavarotti wirklich so ein guter Sänger?

SEP 12, 202650 MIN

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Er machte aus Operngesang eine Stadion-Show und Arien zu Pophits. Luciano Pavarotti prägte das Bild des Star-Tenors. Wie hat er das geschafft? Dick, bärtig, immer lächelnd, Taschentuch in der Hand. So kennt man Luciano Pavarotti, den großen italienischen Tenor – wobei er, wie Wilhelm Sinkovicz betont, eigentlich ein amerikanisches Phänomen war. Pavarotti war mehr als ein Opernstar. Er war ein Entertainer, der Stadien füllte, solo und als Teil der Drei Tenöre. Er eroberte mit Arien die Pop-Charts. Für Katrin Nussmayr ist klar: Pavarotti, das ist DER prototypische Operntenor. Und doch will sie von ihrem Podcast-Partner wissen: War er denn wirklich so gut? Und ist es nicht seltsam, dass er umso berühmter wurde, je mehr er die Opernbühne hinter sich ließ? Also stürzt sich das Taktlos-Duo ins Leben und Wirken dieses Bäckersohns aus Modena und zeichnet nach, wie er schon in jungen Jahren unermüdlich an seiner Technik arbeitete, in kurzer Zeit zum gefragten Tenor aufstieg und dabei selbst sehr gut wusste, wie einzigartig seine Stimme war. „Sie war einfach von unglaublicher Schönheit“, bestätigt auch Sinkovicz und erinnert sich an die wenigen Wien-Auftritte, die der Star in seiner Glanzzeit absolviert hat. Daneben geht es auch um die Schwächen des großen Pavarotti – und um die Frage, warum sich ausgerechnet „Nessun Dorma“ durch sein ganzes Leben zieht: Die Arie aus Puccinis Oper „Turandot“ sang er auf und ab, die ganze Rolle dazu spielte er nur einmal … Über den Podcast In „Klassik für Taktlose“ ergründen "Die Presse"-Feuilleton-Redakteurin Katrin Nussmayr und Klassikkritiker Wilhelm Sinkovicz gemeinsam die Welt der klassischen Musik: Braucht jedes Orchester einen Dirigenten? Warum verstört Richard Wagner so? Was war an Mozart eigentlich so toll? Wie viel Klassik steckt in „Bohemian Rhapsody“ oder Taylor Swift? Für musikalische Einsteiger und Klassik-Freunde, die’s ein wenig genauer wissen wollen. Produktion: Wilhelm Sinkovicz / www.sinkothek.at Audio-Finish: Georg Gfrerer / www.audio-funnel.com.