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O wie Datenbank
Johannes Ahrends, Robert Marz, Oliver Pyka
Oracle 26ai Multitenant - da führt kein Weg dran vorbei
AUG 18, 202620 MIN
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Description
Johannes Ahrends erklärt Robert Marz, wie Container-Datenbanken Ressourcen sparen, was kostenlos ist und warum man mit Oracle 26ai ohnehin nicht mehr darum herumkommt.
Oracle 26ai Multitenant - da führt kein Weg dran vorbei
Eine Lok, viele Container
Robert kommt frisch aus einer Woche voller Docker-Container und fragt sich, warum die Oracle-Datenbank das eigentlich auch selbst kann. Johannes holt die Metapher, die hängenbleibt: Die Container-Datenbank (CDB) ist das Schiff, die Lokomotive oder der LKW. Die einzelnen Pluggable Databases sind die Container, die huckepack mitfahren. Jede PDB ist für sich autark, ans Laufen kommt sie aber nur durch den Master-Container.
Warum hat Oracle das gebaut? Weil jede klassische Datenbank rund 40 Prozesse mitbringt und kräftig Memory und Storage verbraucht. Johannes erzählt von einem Kunden, der über 140 Testdatenbanken auf einen Server packen wollte und feststellte, dass die Datenbanken nur noch mit sich selbst beschäftigt waren. Multitenant teilt SGA und Hintergrundprozesse und holt so mit weniger Ressourcen mehr heraus.
Spannend wird es bei den Vorteilen im Alltag. PDBs lassen sich in Sekunden deployen statt in Stunden, sie lassen sich aus einer Vorlage klonen, und mit Copy-on-Write entstehen PDBs, die nur ihre eigenen Änderungen wegschreiben und kaum Platz brauchen. Jeder Entwickler kann seine eigene Datenbank bekommen. Natürlich sprechen die beiden auch über Noisy Neighbors, also die Sorge, dass sich eine entgleiste PDB auf alle anderen auswirkt. Johannes ordnet ein, warum das Problem nicht neu ist.
Dann die Geldfrage. Es gibt zwei Multitenants: die Architektur, die kostenlos bis zu drei PDBs erlaubt, und die kostenpflichtige Option, die bis zu 4096 PDBs freischaltet und rund ein Drittel der Datenbanklizenz kostet. In der Standard Edition gilt dieselbe Drei-PDB-Grenze, die PDB Seed als Vorlage bleibt immer kostenlos. Zum Schluss geht es um CDB- gegen PDB-Sicht, gemeinsam vererbte User, das kuriose Detail, dass es zwar ein Unplug, aber keinen Plug-Befehl gibt, sowie um Auto-Upgrade und versionsübergreifende Migration, von denen Johannes ein bekennender Fan ist.
Die Kernbotschaft: Multitenant ist handfeste Technik mit echtem Nutzen und längst kein Hexenwerk. Und weil es ab Oracle 26ai ohnehin nichts anderes mehr gibt, lohnt es sich, jetzt damit vertraut zu werden.
Diese Folge in der Übersicht:
Die Metapher: CDB als Schiff, Lok oder LKW, die Pluggable Databases als Container, die huckepack mitfahren.
Warum Oracle Multitenant gebaut hat: rund 40 Prozesse je klassischer Datenbank, geteilte SGA und Hintergrundprozesse sparen Ressourcen.
Weniger Administrationsaufwand, wenn viele PDBs in einer CDB stecken: aus DBA-Sicht eine Datenbank, aus Anwendersicht viele.
Schnelles Deployen in Sekunden, Klonen aus einer Vorlage und Copy-on-Write PDBs, die nur ihre Änderungen wegschreiben.
Noisy Neighbors richtig einordnen: das Problem gibt es auch bei vielen Standalone-Datenbanken auf einem Server.
Zwei Multitenants: die kostenlose Architektur bis drei PDBs und die kostenpflichtige Option bis 4096 PDBs für rund ein Drittel der Lizenz.
Standard Edition: ebenfalls drei PDBs frei, die PDB Seed als Vorlage bleibt immer kostenlos.
CDB gegen PDB: die CDB-Views liegen über den DBA-Views, gemeinsame User werden in die PDBs vererbt.
Unplug ohne Plug: es gibt keinen Plug-Befehl, stattdessen Create Pluggable Database from Manifest, sonst nur Drop.
Versionsübergreifende Migration und Auto-Upgrade, Johannes' Lieblingswerkzeug, und der Hinweis: ab Oracle 26ai gibt es nur noch Multitenant.
Weiterführende Links und Ressourcen:
ora2know Website
Oracle Multitenant (Oracle)
Neue Features in Oracle Database 26ai (New Features Guide)
Oracle Multitenant Administrator's Guide (26ai) (Dokumentation)
Oracle Database Upgrade Guide (26ai) (Dokumentation)
AutoUpgrade und Datenbank-Upgrades (Oracle)
Multitenant-Artikel auf oracle-base.com (Tim Hall)
Die Podcast-Hosts und Director:
Johannes Ahrends: Oracle ACE, DBA, ora2know. Web: carajandb.com
Robert Marz: Oracle ACE, IT-Architect, ora2know. Web: robbie.databee.org
Oliver Pyka: Oracle ACE, Freiberufler, ora2know. Web: pyka.de
Über O wie Datenbank:
Der deutschsprachige Oracle-Datenbank-Podcast von ora2know. Johannes Ahrends, Robert Marz und Oliver Pyka bringen zusammen über 90 Jahre Oracle-Erfahrung mit und sprechen alle vier Wochen über das, was DBAs, Entwickler und IT-Entscheider wirklich bewegt: Migration, Architektur, neue Features, Betrieb und Strategie rund um die Oracle Datenbank. Praxisnah, meinungsstark und ohne Marketing-Sprech.
Über ora2know:
Wissen teilen, Netzwerk aufbauen. ora2know ist eine unabhängige Community für Oracle-Datenbank-Administratoren und -Entwickler im deutschsprachigen Raum. Unser Ziel ist der praxisnahe Austausch von Wissen und Erfahrungen rund um Oracle Database, Oracle APEX und Oracle AI. Ohne kommerzielle Interessen, getragen von Enthusiasmus und gegenseitiger Hilfe. Ob DBA, Entwickler oder Architekt: ora2know verbindet Oracle-Profis in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Über diese Podcast-Produktion:
Dieser Podcast ist eine TON.EINS Produktion.

