Horrende Übel und ein liebender Gott? | Marilyn McCord Adams Teil 2/2 (Theodizee)

SEP 13, 202647 MIN

Description

In diesem zweiten Teil wenden wir uns Marilyn McCord Adams' eigener Lösung zu. Im ersten Teil hat sie gezeigt, warum klassische Theodizee-Ansätze an horrenden Übeln zerbrechen. Jetzt stellt sie die Frage neu: Nicht mehr „Hat Gott moralisch hinreichende Gründe, Leid zuzulassen?" – sondern „Wie kann Gott zu jeder einzelnen Person gut sein, die Furchtbares durchlitten hat?" Mit spezifisch christlichen Ressourcen – Inkarnation, Kreuzestod, Auferstehung – entwirft Adams ein Szenario, in dem horrende Übel für jede betroffene Person überwunden werden. Ihr Fazit: Gott und horrende Übel lassen sich somit widerspruchsfrei zusammendenken. Quelle: Adams, Marilyn McCord. Horrendous Evils and the Goodness of God. Cornell University Press, 1999. 00:00 Intro 01:23 Wiederholung: Definition horrendes Leid, Helen Keller, Überwindung vs. Aufrechnen 06:26 Wie kann das horrende Leid für jede Person überwunden werden? 07:49 1. Vorbemerkung: Kein abstrakter Gott der Philosophen (Brüder Karamasow, Jesusbezug) 11:54 2. Vorbemerkung: Die Beziehung zu Gott als das unermesslich Gute (Thomas von Aquin) 16:02 Die Beziehung zu Gott als Schlüssel für das Überwinden von horrendem Leid (Analogie zu Helen Keller) 18:40 Gottes Kreativität 22:21 Jesu Inkarnation und der Kreuzestod 23:38 Gottes Identifikation und Solidarität mit den horrend Leidenden 27:07 Gott und die Täter 32:43 Das Überwinden der Gottesferne (Jürgen Moltmann) 37:08 Einwand 1: Zwingt sich Gott auf? Übergeht er unseren freien Willen? 40:09 Einwand 2: Der christliche Gott ist unwahrscheinlicher als der Gott der Philosophen 42:34 Zusammenfassung #Theodizee #Leid #Gott #Glaube #Atheismus #Philosophie #Religion