RegalGeflüster

Michaelsbund

Edgar Selge: Juras letzter Winter

OCT 21, 20264 MIN

Description

Ein Jugendtagebuch aus dem belagerten Leningrad führt zu unbequemen Fragen über Erinnerung, Gewalt und die eigene Verantwortung. Ein Tagebuch wird zum Ausgangspunkt einer ungewöhnlichen literarischen Begegnung: In „Juras letzter Winter“ verbindet Edgar Selge das Schicksal des sechzehnjährigen Jura Rjabinkin mit der Selbstbefragung eines Schriftstellers der Gegenwart. Jura schreibt während der Belagerung Leningrads im Winter 1941/42 über seinen schwindenden Alltag, seine Begeisterung für Literatur und den Hunger. Seine Aufzeichnungen beschäftigen den Erzähler so sehr, dass er im Kopf ein Gespräch mit dem Jugendlichen beginnt. Dabei werden auch die eigene Jugend, die nationalsozialistische Gesinnung seiner Eltern und die Frage nach möglicher eigener Täterschaft zum Thema. Diese Folge von RegalGeflüster stellt einen Roman vor, der Erinnerung mit unbequemen Fragen an die Gegenwart verbindet. Du erfährst, was die Begegnung der beiden Romanfiguren besonders macht und weshalb die Grenzen ihres gegenseitigen Verstehens wichtig sind. Eine Buchempfehlung für alle, die literarische Auseinandersetzungen mit Geschichte, Verantwortung und persönlicher Erinnerung schätzen. RegalGeflüster findest Du auf allen gängigen Podcast-Portalen – inklusive YouTube. Zum Buch: Juras letzter Winter