RZ Business Talk - Ein Podcast der Rhein-Zeitung und der Westerwaldbank

Lars Hennemann

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Wie geht es der Wirtschaft? Welche Themen aus der großen Welt wirken in die vermeintlich kleinere – unsere Region im nördlichen Rheinland-Pfalz hinein? Sie sind Treiber und Gestalter, Möglichmacher und Menschen von hier: Was treibt Unternehmerinnen und Unternehmer an und um? Darüber sprechen Lars Hennemann, Chefredakteur der Rhein-Zeitung in Koblenz, und Dr. Ralf Kölbach, Vorstandssprecher der Westerwald Bank eG. Mehr Infos unter www.rhein-zeitung.de/podcast

Recent Episodes

SEP 18, 2026
Folge 15 - Was würde Max Weber sagen?
Was macht auch in Krisenzeiten Erfolg aus? Kann man sich ihm gründlich und wissenschaftlich nähern? Auf der Suche nach einer Antwort befasst sich die neueste Folge des „Business Talk“ mit dem großen Soziologen und Wirtschaftsforscher Max Weber. „Ein guter Einfall ersetzt nicht die Arbeit“. Nichts ist für den Menschen als Menschen etwas wert, was er nicht mit Leidenschaft tun kann“. Sätze wie in Stein gemeißelt. Sie stammen von Max Weber, einem der Gründungsväter der deutschen Soziologie und Wirtschaftsforschung. 1920 verstorben, wirkt sein Werk, das auch noch weitere wissenschaftliche Disziplinen umfasste, bis heute an vielen Stellen nach. Grund genug für Ralf Kölbach, den Vorstandssprecher der Westerwaldbank, und Lars Hennemann, Chefredakteur der Rhein-Zeitung, im gemeinsamen Podcast „RZ Business Talk“ sich einmal näher mit Weber zu befassen. „Was ihn unter anderem antrieb, war die Suche nach Gründen für Erfolg. Und Erfolge können wir aktuell ziemlich gut gebrauchen“, sagt Hennemann. Ralf Kölbach ergänzt: „Man darf Weber keinesfalls zu plakativ verengen, etwa auf das viel beschworene protestantische Arbeitsethos. Das wollen wir auch gar nicht. Gleichwohl hat uns Weber auch heute noch einiges zu sagen.“ Und das mit deutlich tieferer Grundierung als der eine oder andere Politiker, der in Kameras und Mikrofone spricht, dass die Deutschen nur wieder mehr arbeiten müssten, und dann gehe es schon wieder aufwärts mit der Wirtschaft. „Weber war mit einer sehr großen Ernsthaftigkeit unterwegs, die wir an der einen oder anderen Stelle heute wieder gut gebrauchen könnten“, so Kölbach weiter. Und so wurde aus der Idee, eine Podcast-Folge zu ihm zu machen, Realität. Wohl wissend, dass es durchaus ambitioniert ist, mehrere Jahrzehnte Forschung in eine gute halbe Stunde Podcast zu packen. „Wir haben es trotzdem getan. Es geht uns ja wie immer vor allem um Denkanstöße und Impulse, nach dem Hören der Folge vielleicht noch ein Buch zu lesen oder einfach das Gehörte nachhallen zu lassen. Also wünschen wir allen Hörerinnen und Hörern auch diesmal viel Spaß und freuen uns über Feedback“, so Hennemann. Jetzt reinhören! Mehr dazu unter www.rhein-zeitung.de/businesstalk Weitere Podcasts der Rhein-Zeitung unter: www.rhein-zeitung.de/podcast
34 MIN
AUG 21, 2026
Folge 14 - Krise durch KI? - "Das hier ist nicht Matrix oder Terminator."
Manche Experten sehen Künstliche Intelligenz (KI) zunehmend kritisch. Bis hin zum Untergang der menschlichen Spezies gehen die Betrachtungen mancher Experten. Der „RZ Business Talk“ sieht es nicht ganz so düster - fordert aber klare Regeln. KI-Pioniere wie zum Beispiel der britische Wissenschaftler Stuart Russell sehen ihre eigene technologische Schöpfung mittlerweile ganz schön kritisch. Wenn es uns nicht analog etwa zur Atomkraft gelinge, für die Gefahren von KI ein ausreichendes Verständnis zu entwickeln, dann drohe uns am Ende sogar die Auslöschung durch KI. So wie der Mensch andere Spezies ausgelöscht habe, ohne dass diese auch nur verstanden hätten, was da mit ihnen geschehe. „Das sind Szenarien wie in den Matrix- oder Terminator-Filmen, die ich so nicht teilen kann“, betont Kölbach. Untergangs- oder auch nur Schreckens-Szenarien halte er für übertrieben. Auch Modellrechnungen wie diejenige aus dem Citrini-Report, gemäß denen die KI massenweise Jobs überflüssig machen und damit schwere volkswirtschaftliche Schäden anrichten könne, halte er in dieser Pauschalität für übertrieben. Mit dem Citrini-Report befasst sich der „Business-Talk“ übrigens in einer eigenen Folge (Folge 12), die ebenfalls bereits abrufbar ist. Im Umgang mit KI komme es darauf an, dass man eine eigene, aktive Haltung entwickele. Deutschland und Europa könnten dabei durchaus noch prägend wirken, auch wenn die großen KI-Anbieter zurzeit eher aus den USA oder aus China kämen. „Man kann KI ein eigenes Regelwerk mitgeben. Diese Regeln können durchaus auch aus unserem Kulturkreis kommen“, so Kölbach. Insbesondere Deutschland könne dabei eine Vorreiterrolle einnehmen. Kölbach zieht dabei eine Parallele zur deutschen Wirtschaftsgeschichte: „Wir waren sehr erfolgreich mit der sozialen Marktwirtschaft und sind es bis heute. Warum soll es uns nicht möglich sein, auch so etwas wie eine soziale KI zu entwerfen?“ Das Wettrennen um die Zukunft der KI und ihrer Einsatzmöglichkeiten habe gerade erst so richtig begonnen. „Wir sind im erst vierten Jahr, in dem das alles so richtig durch die Decke geht. Da hat man noch Möglichkeiten. Der Weltuntergang muss jedenfalls nicht zwangsläufig stattfinden.“ Jetzt reinhören! Mehr dazu unter www.rhein-zeitung.de/businesstalk Weitere Podcasts der Rhein-Zeitung unter: www.rhein-zeitung.de/podcast
28 MIN
JUL 17, 2026
Folge 13 - Arbeitsmarkt: Fehlen demnächst Millionen Menschen - oder Millionen Jobs?
Aktuelle Untersuchungen zum deutschen Arbeitsmarkt senden widersprüchliche Signale: Manche Studie spricht von über 4 Millionen fehlenden Arbeitskräften bis 2036, andere sehen großflächige Jobverluste. Der „Business Talk“ sucht und gibt Antworten. Die Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft ließ aufhorchen: In den nächsten zehn Jahren, so die Experten, fehlen in Deutschland bis zu 4,3 Millionen Menschen im arbeitsfähigen Alter. Dies aus unterschiedlichen Gründen: Die Babyboomer und damit die stärksten Jahrgänge gehen in Rente, zudem lasse das Interesse am Standort Deutschland nach und mit ihm die Zuwanderung. Dies steht in einigem Widerspruch zu Nachrichten, die man in jüngster Zeit ebenfalls zum deutschen Arbeitsmarkt lesen konnte: massenhafter Jobabbau insbesondere in der Industrie, Disruption durch KI - und das alles bei anhaltendem Null- oder Minimalwachstum. Was genau stimmt denn nun, auf was müssen wir uns absehbar einrichten? Ralf Kölbach, Vorstandssprecher der Westerwaldbank, und RZ-Chefredakteur Lars Hennemann gehen in der neuen Folge des „RZ Business Talk“ auf Spurensuche. Für Kölbach besteht durchaus ein Zusammenhang zum Thema Wachstum: „Nur wenn es gelingt, wieder mehr Wachstum zu erzeugen, wird die Wirtschaft auch wieder mehr investieren und damit auch für Jobs sorgen.“ Er fordert in diesem Zusammenhang eine „Agenda 2036“ für den Standort Deutschland: „Für eine Agenda 2030 haben wir leider schon zu viel Zeit verloren, wir sollten jetzt die kommenden zehn Jahre in den Blick nehmen.“ Und was passiert in diesen zehn Jahren auf dem Arbeitsmarkt? Kölbach hält weder die eine noch die andere Maximalprognose für wahrscheinlich. Unter einer Voraussetzung: „Wir haben nach wie vor alle Chancen, wir müssen nur das Richtige tun und nicht nur auf das Negative schauen.“ Auch KI könne dabei weiterhin trotz aller Unkenrufe für positive Akzente sorgen: „Vorausgesetzt, sie findet vermehrt Einzug in der strategischen Steuerung der Unternehmen, wofür die Politik wieder einen entsprechenden Rahmen setzen muss.“ Wenn all das gelinge, dann - da ist Kölbach sicher - gingen Deutschland weder die Arbeitskräfte zu Millionen aus noch stünden Millionen ohne Jobs da. Jetzt reinhören! Mehr dazu unter www.rhein-zeitung.de/businesstalk Weitere Podcasts der Rhein-Zeitung unter: www.rhein-zeitung.de/podcast
30 MIN
JUN 19, 2026
Folge 12 - Systemkollaps durch KI: "Was mache ich mit den Menschen?"
In der neuen Podcast-Folge des „RZ Business Talk“ analysieren Ralf Kölbach und Lars Hennemann das ebenso fiktive wie dramatische Szenario des renommierten „Citrini Report“ zu den möglichen Auswirkungen von KI. Fazit: Fragen stellen lohnt sich... Was, wenn alle Versprechen rund um das Thema KI nicht in eine schöne, neue, effizientere Welt führen? Sondern wenn sie das Wirtschaftssystem, das wir kennen, einfach nur zerstören? Mit einem solchen Szenario schockte der „Citrini Report“ kürzlich vor allem die Szene in den USA. Aber nicht nur dort: Die Wellen, die das Papier auslöste, schlugen auch bis nach Europa. Grund genug für Ralf Kölbach und Lars Hennemann, sich den Report in der neuesten Folge des „Business Talk“ von Rhein-Zeitung und Westerwaldbank einmal genauer anzusehen. Die Autoren des Instituts Citrini Research hatten ein Szenario gezeichnet, das es in sich hat: Weil die KI mehr gute Arbeitsplätze überflüssig machen könnte als sie neue schafft, könnten insbesondere die USA im Jahr 2028 auf eine in Prozentzahlen zweistellige Arbeitslosigkeit, einen Kompletteinbruch des Immobilienmarktes und heftige Verluste an den Börsen zusteuern. Nach Veröffentlichung des Reports färbten sich auch in der Tat viele Aktiendepots tiefrot, und die KI-Skeptiker sahen sich auch wegen der prognostizierten gesellschaftlichen Verwerfungen bestätigt. Doch auch die gegenteiligen Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Eine der Bekannteren ist ein Artikel von Don Muir in „Forbes“. Er springt ins Jahr 2030 und erklärt, warum aus seiner Sicht die Citrini-Krise sich nicht ereignen könne und werde. Sturm im Debatten-Wasserglas also? Ja und nein. „Mit Sicherheit ist das Citrini-Szenario ein sehr zugespitztes gewesen“, sagt auch Ralf Kölbach, der das Thema KI schon lange intensiv verfolgt. Und schiebt nach: „Es ist aber wichtig, sich den Thesen, die im Report aufgeworfen werden, zu stellen. Nicht alles ist so irreal, als dass man leichtfertig darüber hinweg gehen könnte. Man sollte schon mindestens gedanklich vorbereitet sein. KI ist disruptiv und wälzt viele Bereiche unseres Lebens um. Wer das nicht nur aushalten, sondern gestalten will, sollte Fragen stellen. Darin liegt der Wert des Citrini-Reports und der Reaktionen auf ihn.“ Jetzt reinhören! Mehr dazu unter www.rhein-zeitung.de/businesstalk Weitere Podcasts der Rhein-Zeitung unter: www.rhein-zeitung.de/podcast
37 MIN
MAY 15, 2026
Folge 11 - Energiepreise: "Man muss sich die Anpassung an den Klimawandel auch leisten können!"
Wer kann das alles bezahlen? Nicht erst seit der durch den Iran-Krieg ausgelösten Verteuerung der Ölpreise stellen sich viele Verbraucher und Unternehmen diese Frage. Grund genug für den „Business Talk“, nach Hintergründen und Antworten zu fragen. Ein Podcast wie der gemeinsame „Business Talk“ von Rhein-Zeitung und Westerwaldbank ist, wenn er nur ein Mal pro Monat erscheint, immer nur eine Momentaufnahme einer hochdynamischen Wirtschaft und Gesellschaft. Das Wissen darum spielt bei Ralf Kölbach, dem Vorstandssprecher der Westerwaldbank, und Lars Hennemann, dem Chefredakteur der Rhein-Zeitung, immer eine Rolle, wenn sich beide die Frage stellen, welche Themen man denn am besten in den Mittelpunkt der nächsten Folgen des Podcasts stellen könnte. Bei den durch den Iran-Krieg ausgelösten Preissteigerungen für Öl, Benzin und Diesel waren sich beide aber sehr schnell einig: „Die Auswirkungen treffen uns alle, ob als private Verbraucher oder als Unternehmerinnen und Unternehmer. Und das in einer Phase, in der insbesondere die deutsche Wirtschaft nach drei Jahren der Stagnation oder sogar Rezession ohnehin schon geschwächt ist“, verdeutlicht Ralf Kölbach den Ernst der Lage. Auch für viele Unternehmen in der Region sei es nun, so Kölbach weiter, noch schwieriger geworden, auf die veränderte Gesamtsituation zu reagieren. Dies zeige sich auch in den Gesprächen, die er selbst an vielen Stellen führe. „Vor allem, dass man nicht absehen kann, wohin das alles führt oder wann es vielleicht auch wieder eine Entwicklung in eine positivere Richtung geben könnte, macht die Planung für viele nochmals anspruchsvoller“, so Kölbach weiter. „Tagesaktuelle Entwicklungen hin oder her - wir mussten an das Thema ran. Und das so wie immer. Wir suchen Lösungen und langfristige Perspektiven“, ergänzte Hennemann. Und schiebt nach: „Wenn sie sich denn überhaupt schon abzeichnen.“ Auf diese Weise wirft die neue Folge in Vor- und Rückschau ein Schlaglicht auf die gesamte Benzinpreisdebatte und die Entlastungsmöglichkeiten, die von verschiedenen Seiten ins Spiel gebracht werden. Jetzt reinhören! Mehr dazu unter www.rhein-zeitung.de/businesstalk Weitere Podcasts der Rhein-Zeitung unter: www.rhein-zeitung.de/podcast
35 MIN