MP114 - CREATE Regeneration – Wie Festival gemeinschaftsbasiert geht

12 ИЮН, 202638 МИН

Описание

Festivals sind oft Konsum: Ticket kaufen, konsumieren, gehen. Was wäre, wenn ein Festival stattdessen ein Ort wäre, an dem Gemeinschaft nicht Kulisse ist, sondern Kern? An dem Menschen nicht Publikum sind, sondern Mitgestalter:innen? Hannah Heller spricht mit dem CREATE-Team darüber, wie die CREATE Convention – ein mehrtägiges Retreat auf dem Zukunftsort „Wir bauen Zukunft“ in Mecklenburg-Vorpommern – Festival als gemeinschaftsbasierte Erfahrung denkt: Ko-Kreation statt Programm, innere Arbeit statt Bühnenshow, regenerative Versorgung statt Catering-Logik. Eine Folge für alle, die spüren: Wie wir feiern, ist auch eine Frage davon, wie wir leben wollen. Das Festival findet vom 2.-5.7. statt. Hier gibt es mehr Infos und Tickets: https://create-regeneration.org/convention/#ticket Für diese Episode des MYZELIUM Podcast liegt machninell erstelltes Transkript vor. Es wurde nicht nachträglich gegengelesen oder korrigiert. Im Zweifel gilt immer das gesprochene Wort. Transkription 0:00:11–0:00:15 Hallo und herzlich willkommen zum MYZELIUM-Podcast. Hier geht es um eine neue 0:00:15–0:00:18 Art und Weise des Wirtschaftens, verbindend und lebensdienlich. 0:00:19–0:00:21 Wir nennen es gemeinschaftsbasiert wirtschaften. 0:00:21–0:00:23 Und dieser Podcast unterstützt dich 0:00:23–0:00:27 dabei, deine Ideen und Unternehmungen gemeinschaftsbasiert umzusetzen. 0:00:27–0:00:31 Hier teilen wir inspirierende Geschichten des Gelingens, nützliche Methoden 0:00:31–0:00:36 und erfahrungsbasiertes Wissen aus dem MYZELIUM-Ökosystem und der Wandelbewegung. 0:00:36–0:00:39 Mein Name ist Hanna Heller und ich freue mich sehr, dass du dabei bist. 0:00:49–0:00:53 Herzlich willkommen zur 114. Folge des MYZELIUM-Podcasts. 0:00:53–0:00:59 Heute geht es um Create Regeneration, ein Festival oder auch nicht Festival, 0:00:59–0:01:03 was gemeinschaftsbasiert organisiert wird, zumindest in den ersten Ansätzen. 0:01:03–0:01:07 Ich freue mich sehr, dass Katharin Lehmann heute bei mir ist. 0:01:08–0:01:09 Hallo Hannah. 0:01:10–0:01:13 Mega schön, dass du dir Zeit nimmst. Wir kennen uns auch schon ein Weilchen 0:01:13–0:01:18 länger, weil wir uns bei Create Regeneration ein Projekt in dem Switch-Kontext 0:01:18–0:01:21 ist. Da haben wir auch schon einen Podcast zu aufgenommen, zu dem Projekt Switch. 0:01:22–0:01:25 Könnt ihr auch nachhören, ist noch nicht so lange her. Ja, bevor wir tiefer 0:01:25–0:01:28 einsteigen in Create Regeneration und, 0:01:29–0:01:32 das Festival an sich oder das Treffen, das Seminar, das Workshop, 0:01:32–0:01:35 wir werden ja gleich noch diskutieren, ob das eigentlich ein Festival ist oder 0:01:35–0:01:37 nicht, würde ich dir erstmal den Raum geben, Katharin. 0:01:38–0:01:41 Und du erzählst ein bisschen, wer bist du denn, was machst du und wie bist du 0:01:41–0:01:45 vielleicht auch dazu gekommen, dass du das machst, was du jetzt machst? 0:01:46–0:01:50 Ich hatte immer einen starken Bezug zur Natur schon in der Schulzeit und habe 0:01:50–0:01:53 mich dann irgendwann angefangen mit Nachhaltigkeit auseinanderzusetzen. 0:01:53–0:01:57 Also das war ganz lange so mein Wirkungsfeld. Ich habe Nachhaltigkeitsmanagement 0:01:57–0:02:01 dann im Master studiert und habe in der Nachhaltigkeitsforschung gearbeitet, 0:02:01–0:02:05 also wie wir Transformationen in die Gesellschaft bringen können und soziale 0:02:05–0:02:07 und ökologische Akteure zusammenbringen. 0:02:07–0:02:10 Also es ging bei mir auch immer viel darum, Verbindungen herzustellen zwischen 0:02:10–0:02:13 verschiedenen Gruppen. Ich habe mich selbst viel engagiert auch und mich mit 0:02:14–0:02:17 Menschen beschäftigt, die sich engagieren, da Forschung zugemacht. 0:02:17–0:02:20 Und habe dann gemerkt, Forschung ist jetzt nicht wirklich mein Bereich. 0:02:21–0:02:26 Und habe außerdem gemerkt, dass ich gerne selbstständig oder mit eigenen Ideen arbeite. 0:02:26–0:02:30 Und dann hatte ich die Möglichkeit, mich selbstständig zu machen oder freiberuflich 0:02:30–0:02:32 zu arbeiten und habe die ergriffen. 0:02:33–0:02:37 Und habe gleichzeitig gemerkt, irgendwie passt so das, wie ich Nachhaltigkeit 0:02:37–0:02:38 verstehe, nicht mehr so gut. 0:02:38–0:02:42 Also ich war auch viel im Klima- und Umweltschutz aktiv und hatte da ganz viel 0:02:42–0:02:45 so eine Anstrengung. So ich muss jetzt die Welt retten und immer mehr tun und 0:02:45–0:02:48 meinen Fußabdruck immer weiter verringern und so und habe gemerkt, 0:02:48–0:02:52 da kam zumindest bei mir so eine Anstrengung rein und so die ganzen Krisen der Welt. 0:02:53–0:02:56 Und habe mich dann aus persönlichen Gründen angefangen, viel mit innerer Arbeit 0:02:56–0:02:58 zu beschäftigen. Also was sind eigentlich meine Glaubenssätze? 0:02:58–0:03:02 Was steckt dahinter? Weshalb engagiere ich mich? Wie kommuniziere ich mit anderen Menschen? 0:03:03–0:03:06 Ja, wie ist eigentlich mein Blick auf mich selbst, auf die Welt, auf andere? 0:03:07–0:03:11 Und dadurch habe ich gemerkt, ich kann mich ganz anders ausrichten, 0:03:11–0:03:14 wenn ich der Freude folge in dem, was ich tue. 0:03:14–0:03:19 Und weniger aus diesem Krisen- und Angstmodus heraus, den ich vorher zum Teil gefahren habe. 0:03:19–0:03:23 Und dann hatte ich so eine tolle Welt an Menschen, die sich für die Welt engagiert 0:03:23–0:03:26 haben im Nachhaltigkeitsbereich in verschiedenen Kontexten, 0:03:26–0:03:29 und Menschen, die sich viel mit innerer Arbeit befasst haben und dann manchmal 0:03:29–0:03:34 aber auch sehr in dieses persönliche Optimieren gekommen sind und so einen sehr. 0:03:35–0:03:37 Auf sich bezogenen Fokus hatten. 0:03:37–0:03:40 Und ich dachte, das Wertvolle ist doch eigentlich, wenn wir dieses Beide zusammenbringen, 0:03:40–0:03:44 also für die Menschen, die sich im Außen stark engagieren, vielleicht mal innezuhalten 0:03:44–0:03:46 und zu schauen, weshalb mache ich das eigentlich, wo übernehme ich mich. 0:03:47–0:03:49 Auch so ein bisschen am Rand vom Burnout, was ja viele kennen, 0:03:50–0:03:54 unterwegs und gleichzeitig Menschen, die vielleicht gut mit sich stehen, 0:03:54–0:03:58 wo können die sich auch noch mehr in die Welt einbringen und diese beiden Gruppen zusammenzubringen. 0:03:58–0:04:02 Und ja, es war einerseits ein persönlicher Beweggrund, dass ich diese Gruppen 0:04:02–0:04:05 zusammenbringen wollte, weil ich diesen Mehrwert in der Verbindung gesehen habe. 0:04:06–0:04:10 Und gleichzeitig auch ein, ich glaube, die Welt braucht das total und das hilft 0:04:10–0:04:13 Menschen aus diesen Bereichen, sich miteinander zu verknüpfen. 0:04:14–0:04:19 Und dann bin ich auf die Regenerationstransformationsszene gestoßen, 0:04:19–0:04:20 die ich vorher noch nicht so kannte. 0:04:20–0:04:24 Ich habe gemerkt, da gibt es auch schon Menschen, die das zusammendenken und dann, 0:04:26–0:04:29 ist daraus quasi die erste Convention letztlich entstanden, Menschen, 0:04:30–0:04:34 zusammenzubringen aus diesem inneren, äußeren Kontext und aus dem Regenerationskontext 0:04:34–0:04:37 und gemeinsam zu schauen, nicht wie können wir die nächste Krise beheben, 0:04:37–0:04:40 sondern wie können wir diese ganzen tollen Lösungen, die es schon gibt für eine 0:04:40–0:04:42 alternative Welt, wie zum Beispiel Gemeinschaft 0:04:43–0:04:46 tragen, das Wirtschaften zusammenbringen, dass wir merken, das gibt es alles 0:04:46–0:04:49 und wie können wir das gemeinsam weiter in die Welt tragen. 0:04:50–0:04:53 Auch wenn ich jetzt mega Lust hätte, in diese Themen einzusteigen, 0:04:53–0:04:59 die du gerade so genannt hast, also dieses, wie viel Raum nehme ich mir auch, 0:05:00–0:05:02 zur Entfaltung, zur Entwicklung, zur Regeneration, 0:05:03–0:05:05 angesichts der Krisen da draußen. 0:05:05–0:05:09 Das ist auf jeden Fall auch eine offene Baustelle, die ich habe, 0:05:09–0:05:11 wo ich mir nicht sehr viel Zeit für nehme. 0:05:11–0:05:15 Und auf der anderen Seite so Menschen, die überwältigt sind von den Krisen und 0:05:15–0:05:20 einfach erst gar nicht dahinschauen können, weil sie sozusagen so viel Unsicherheit 0:05:20–0:05:26 und Kontrollverlust verspüren, den wir ja auch verspüren, dass es nicht aushaltbar ist. 0:05:27–0:05:30 Genau, hätte ich mega Lust, da noch tiefer einzusteigen, aber vielleicht kommt 0:05:30–0:05:34 es auch noch gleich. Erzähl doch mal, was ist die Convention? Was passiert da? 0:05:34–0:05:38 Bei der Convention laden wir, wie gesagt, diese Menschen ein, 0:05:38–0:05:42 die sich für eine andere Welt einsetzen wollen oder die einfach so merken, 0:05:42–0:05:47 das System wie bisher, das funktioniert nicht so richtig oder ich habe so einen Job, der, 0:05:47–0:05:49 ist nicht so stiftend, aber ich weiß auch noch nicht so genau, 0:05:49–0:05:51 wo möchte ich hinkommen. 0:05:51–0:05:55 Und dazu laden wir ein zusammen zu kommen und zwar aktuell machen wir das immer 0:05:55–0:05:58 bei Wir bauen Zukunft jetzt dieses Jahr zum dritten Mal, 0:05:58–0:06:03 und das ist ein wunderschöner Zukunftsort auf dem Gelände vom ehemaligen Botanischen 0:06:03–0:06:07 Garten und es gibt einfach schon mal so eine ganz andere Anbindung auch an die Natur. 0:06:07–0:06:10 Es ist uns immer sehr wichtig, unser Umfeld, die Mitwelt mit einzubeziehen und 0:06:10–0:06:14 nicht nur auch in unserem menschlichen Kosmos zu bleiben, sondern den Blick 0:06:14–0:06:15 darüber hinaus zu weiten. 0:06:16–0:06:20 Und bei der Convention gibt es dann verschiedene Elemente. 0:06:20–0:06:24 Also es ist uns wichtig, mit dem Körper zu arbeiten und nicht nur im Kopf. 0:06:24–0:06:27 Also deswegen heißt es auch nicht Konferenz oder ähnliches. Also wir sitzen 0:06:27–0:06:32 nicht da und bekommen einen Talvortrag, sondern wir erforschen und kreieren 0:06:32–0:06:37 gemeinsam. Es gibt natürlich schon Expertinnen, die sich einbringen, die den Raum begleiten. 0:06:37–0:06:43 Und gleichzeitig erforschen wir ganz viel gemeinsam. Von daher gibt es so Elemente, 0:06:43–0:06:48 die in Richtung Festival zum Beispiel gehen, mit abends Musik und Tanz und morgens 0:06:48–0:06:49 vielleicht nach Morgenpraxis. 0:06:49–0:06:55 Wir hatten schon Qigong und Yoga und was so Freude macht und gut in den Tag rein bewegt. 0:06:55–0:06:59 Und dann inhaltlich haben wir ein Thema und dieses Jahr haben wir uns dafür 0:06:59–0:07:02 entschieden, nochmal tiefer reinzuschauen. Was ist denn Regeneration eigentlich? 0:07:02–0:07:06 Was verstehen wir darunter? Das wollen wir gemeinsam nochmal erforschen. 0:07:06–0:07:08 Welche Prinzipien stecken dahinter? 0:07:08–0:07:12 Und dann haben wir immer Fokusgruppen, wo Menschen sich noch mal tiefer in ein 0:07:12–0:07:17 spezifisches Thema einarbeiten können und das ist dann ein gehaltener Raum für 0:07:17–0:07:23 Selbstreflexion und an eigenen Themen weiterzuarbeiten in einem bestimmten Kontext. 0:07:23–0:07:27 Und dieses Jahr schauen wir uns einerseits regeneratives Wohnen und Leben an, 0:07:27–0:07:30 also zum Beispiel Leute, die gerade auf Gemeinschaftssuche sind oder insgesamt 0:07:30–0:07:36 am Schauen sind, Ja, wie kann ich mein Wohnumfeld besser gestalten oder Gemeinschaftsprojekte 0:07:36–0:07:38 begleiten, je nachdem, was gerade der Fokus ist. 0:07:38–0:07:42 Dann schauen wir uns regenerative Arbeitswelten und Organisationen an. 0:07:42–0:07:44 Ich glaube, da haben fast alle irgendwie ein Thema mit. 0:07:45–0:07:48 Wie kann ich meine Arbeit besser gestalten oder wenn ich ein Team führe, 0:07:48–0:07:50 wie können wir das gemeinsam anders machen? 0:07:51–0:07:55 Oder ich bin vielleicht alleine bisher noch in meiner Organisation und möchte 0:07:55–0:07:58 was verändern und dann über die Convention Verbündete zu finden, 0:07:58–0:08:01 die vielleicht nicht in meiner Organisation sind, aber an ähnlichen Themen zu arbeiten. Vielen Dank. 0:08:02–0:08:05 Und dann haben wir dieses Jahr auch, was mir sehr am Herzen liegt, 0:08:05–0:08:08 regenerative Versorgung und Fürsorge mit dabei. 0:08:08–0:08:12 Also einerseits dieses, wo kommen eigentlich die Dinge her, die wir wirklich brauchen? 0:08:12–0:08:19 Und dieses ganz wichtige Thema an Care, wo gerade auch viele Menschen so ausgelastet, 0:08:19–0:08:23 überlastet mit sind. Und wie können wir das auch gemeinsam wirklich besser gestalten? 0:08:23–0:08:26 Und für diese drei Themen haben wir uns für dieses Jahr entschieden, 0:08:26–0:08:30 weil ich das Gefühl habe, dass die gerade sehr relevant sind in dem Feld. 0:08:30–0:08:36 Und wo es auch noch neue Impulse und Wege braucht, die dann weiter verbreitet werden können. 0:08:36–0:08:39 Ja, und drumherum machen wir uns einfach eine schöne Zeit in der Natur, 0:08:39–0:08:43 haben ganz viele tolle Leute da, die wir kennenlernen, Netzwerk ausbauen. 0:08:43–0:08:47 Genau, und dann gibt es am Ende noch eine Beitragsrunde oder einen Geldprozess. 0:08:47–0:08:49 Da werden wir sicherlich auch noch drauf zu sprechen kommen. 0:08:51–0:08:56 Aha. Ja, genau, für alle, die jetzt schon neugierig sind, Und mal vorweg die 0:08:56–0:09:03 Information, das Festival ist vom 2. bis 5. Juli, genau, so etwa eine Stunde von Hamburg. 0:09:03–0:09:08 Wer Wir Bauen Zukunft noch nicht kennt, ist auch ein Zukunftsort in Mecklenburg-Vorpommern. 0:09:09–0:09:12 Der sollte da, also der sollte einerseits wegen Create Convention, 0:09:12–0:09:17 aber auch für den Ort an sich einfach mal da hochreisen. Es ist sehr, sehr schön da oben. 0:09:17–0:09:22 Ich hoffe, dass ich die auch mal bald im Podcast habe, die Menschen jetzt dort aufbauen. 0:09:22–0:09:28 Genau, 2. bis 5.7. und es gibt noch Tickets und natürlich stelle ich euch auch den Link darunter. 0:09:29–0:09:33 Und vielleicht auch mal direkt zu den sozusagen Hard Facts, bevor wir weiter 0:09:33–0:09:34 einsteigen in Regeneration. 0:09:35–0:09:39 Genau, wie läuft das denn? Also du hast gesagt, am Ende gibt es eine Beitragsrunde 0:09:39–0:09:43 und trotzdem würde ich mir ja jetzt erstmal ein Ticket kaufen, oder? 0:09:44–0:09:46 Wie habt ihr euch das gedacht? Wie organisiert ihr das? 0:09:47–0:09:50 Ja, das ist eine sehr gute Frage. Wir sind da tatsächlich auch jedes Jahr ein 0:09:50–0:09:53 bisschen am Experimentieren, also auch mit den Menschen von Wirbau in Zukunft 0:09:53–0:09:56 zusammen, die sich ja auch mit gemeinschaftsgetragenen Wirtschaften befassen. 0:09:57–0:10:00 Und dieses Jahr haben wir das für die Convention, oder wir versuchen das mal 0:10:00–0:10:03 so, dass wir einen überschaubaren Eintrittspreis haben. Ich glaube, 0:10:03–0:10:05 das sind 128 Euro oder so. 0:10:06–0:10:10 Das deckt etwa das an, was das Bio-Essen dort kostet. Also das heißt jetzt nicht 0:10:10–0:10:14 Essensticket, aber so von der Kalkulation her in unserem Kopf ist das etwa die Höhe. 0:10:14–0:10:19 Das heißt, wenn du dir ein Ticket holst, dann bist du versorgt mit leckerem 0:10:19–0:10:21 veganen Bio-Essen dort vor Ort. 0:10:21–0:10:25 Und alles andere haben wir uns entschieden, dass wir in die Beitragsrunde reinpacken, 0:10:26–0:10:29 sogar die Unterkünfte. Das heißt, jede Person, die auf dem Gelände schlafen 0:10:29–0:10:34 möchte, manche schlafen auch in der Umgebung, bucht sich eine Unterkunft, die ist aber auch frei. 0:10:34–0:10:37 Und wir wollen das dieses Jahr versuchen, dass vielleicht nicht die Person, 0:10:37–0:10:40 die den knappsten Geldbeutel hat, immer im Zelt schlafen muss, 0:10:40–0:10:43 auch wenn sie da vielleicht gar nicht schlafen kann. Und es gibt natürlich Leute, 0:10:43–0:10:45 die super gerne im Zelt schlafen, dann ist das ja toll. 0:10:46–0:10:49 Und gleichzeitig gibt es dann da zum Beispiel auch Clampingzelte und Tiny Houses 0:10:49–0:10:52 und so, die sich vielleicht eine Familie jetzt nicht leisten kann. 0:10:53–0:10:56 Und deswegen versuchen wir das dieses Jahr so, dass alle einfach nach ihrem 0:10:56–0:11:00 Bedarf, Bedürfnis eine Unterkunft buchen können und wir das in der Beitragsrunde 0:11:00–0:11:04 mit aufnehmen und auch versuchen, diese Unterkünfte gemeinschaftlich zu decken. 0:11:05–0:11:11 Und was dann noch mit reinfließt, sind natürlich die Ressortsdick-Mietkosten für den Ort. 0:11:11–0:11:16 Also für die Räumlichkeiten, für die Services, die die machen und für das gesamte 0:11:16–0:11:18 Programmorganisationsteam. 0:11:19–0:11:24 Wobei das bisher von der Menge her jetzt noch nicht gemeinschaftsgetragen tragbar 0:11:24–0:11:28 ist und wir deswegen auch weiterhin immer auf der Suche nach Förderung und Sponsoring 0:11:28–0:11:33 sind, auch damit die Gemeinschaft nicht überfordert wird. 0:11:33–0:11:36 Also wir wissen ja in etwa, wie zahlungskräftig auch die Menschen sind, 0:11:36–0:11:40 die kommen und da eine gute Lösung zu finden, dass alle sich beteiligen können 0:11:40–0:11:45 nach ihrer Maßgabe und wir es aber nicht überlagern, sondern schauen, 0:11:45–0:11:48 wo sonst noch Geld herkommen kann, wo es halt auch vielleicht leichter fließt. 0:11:50–0:11:56 Und magst du mal den Rahmen sagen, also für wie viel Euro verkauft ihr die Tickets auf der Webseite? 0:11:56–0:11:59 Das sind 128 Euro, glaube ich. 0:12:00–0:12:01 Für vier Tage. 0:12:01–0:12:06 Genau. Und dann halt in der Beitragsrunde das, was die Person dann noch leisten 0:12:06–0:12:08 kann für Unterkunftprogramm etc. Genau. 0:12:10–0:12:15 Cool. Schön. Und wenn man jetzt sagt, hey, ich finde es ultrazentral, 0:12:15–0:12:17 aber gar kein Geld, kann man euch dann eine Mail schreiben? 0:12:18–0:12:19 Auf jeden Fall. 0:12:20–0:12:21 Es gibt auch immer Möglichkeiten. 0:12:21–0:12:23 Sich sonst einzubringen und so. 0:12:24–0:12:28 Ja, ich glaube, das ist noch so ein bisschen der Hinkefuß der CSX-Bewegung, 0:12:28–0:12:33 sage ich mal, dass wir inklusiv und solidarisch ja sein wollen, 0:12:33–0:12:35 auch mit Menschen, die weniger zahlungsfähig sind. 0:12:36–0:12:40 Genau, und gleichzeitig aber halt allein von sozusagen den Worten, 0:12:40–0:12:44 die verwendet werden und der Art und Weise, wie Beitragsum gestaltet werden 0:12:44–0:12:47 und so weiter, halt viele Menschen einfach totale Hemmungen haben, 0:12:47–0:12:49 überhaupt die Räume zu betreten, die wir gestalten. 0:12:51–0:12:55 Habt ihr dazu Erfahrungen gemacht, was für zu sagen, was so Menschen sind, 0:12:56–0:12:57 die bei euch vorbeikommen? 0:12:58–0:13:00 Bist du manchmal auch so, dass du denkst, aha, das ist jetzt aber cool, 0:13:00–0:13:02 dass dieser Mensch, der kommt doch nicht aus unserer Bubble. 0:13:03–0:13:04 Wie sind da eure Erfahrungen? 0:13:07–0:13:10 Ja, es ist weiterhin eine Herausforderung, genau das, was du auch beschreibst. 0:13:10–0:13:13 Natürlich ist das auch ein sehr schöner Ort, der aber auch nicht für alle gleich 0:13:13–0:13:16 zugänglich ist. Also wir sind schon am Schauen, wie wir auch Barrieren abbauen 0:13:16–0:13:18 können und Diversität fördern. 0:13:19–0:13:23 Auch gerade dieses Jahr nochmal verstärkt, nachdem wir uns jetzt so ein bisschen gefunden haben. 0:13:23–0:13:26 Und gleichzeitig haben wir doch immer ein paar Menschen dabei, 0:13:26–0:13:29 wo wir so ein bisschen sind so, wo kommen die her? Voll cool, 0:13:29–0:13:30 dass die auch dabei sind. 0:13:30–0:13:33 Also letztes Jahr war zum Beispiel, ich habe das in meinem Tennisverein, 0:13:33–0:13:35 wo ich damals noch in Berlin gewohnt habe, erzählt. 0:13:36–0:13:39 Und dann kam einfach der Platzwart vom Tennisverein mit, weil der sich auch 0:13:39–0:13:43 mit Meditation und so weiter befasst. Der hatte sonst aber gar nichts so mit 0:13:43–0:13:47 der Szene zu tun. Er war auch vorher Steinsetzer, also mal so ein ganz anderer 0:13:47–0:13:49 Hintergrund, auch nicht akademisch und so. 0:13:50–0:13:55 Und das war richtig klasse, weil der hatte total seine Freude daran und war dann auch mit dabei. 0:13:56–0:14:00 Und auch andere Menschen, die vielleicht aus einem unternehmerischeren Kontext 0:14:00–0:14:03 kommen und jetzt gar nicht so im Transformationsbereich unterwegs sind. 0:14:04–0:14:08 Und das Schöne ist, bisher haben wir immer alle mitnehmen und erfüllen können, 0:14:08–0:14:11 also dann doch so gestalten, dass es verständlich ist. 0:14:12–0:14:14 Und das fand ich einen schönen Effekt. Und gleichzeitig wollen wir natürlich 0:14:14–0:14:18 weiter auch noch mehr Menschen erreichen aus verschiedenen Hintergründen. 0:14:18–0:14:21 Also es ist so eine Bewegung in beide Seiten. Aber wenn sie dann da sind und 0:14:21–0:14:25 wir es geschafft haben, und dann klappt es immer ganz gut, sie auch einzubinden 0:14:25–0:14:28 und dass sie auch was davon haben und ja, sie das verhält bereichern können 0:14:28–0:14:29 mit dem, was sie mitbringen. Ja. 0:14:31–0:14:37 Ich glaube auch, dass da vor allem das Potenzial liegt, also in dem Zusammenfinden 0:14:37–0:14:41 von, ich sage mal eher traditioneller, konservativ orientierten, 0:14:41–0:14:44 vielleicht auch marktliberal orientierten Menschen und, 0:14:45–0:14:47 der Transformationsbewegung, 0:14:47–0:14:50 ja gerade über das Körperliche, glaube ich am Ende. 0:14:50–0:14:54 Gerade es ist dieses körperliche Gefühl, die Intuition, die Emotion, 0:14:54–0:14:56 die dann irgendwie sagt, ja, das tut mir ja auch gut, auch wenn ich es vielleicht 0:14:56–0:15:01 ein bisschen schräg finde und das sonst niemand aus meinem Umfeld so machen würde. 0:15:01–0:15:05 Aber genau, da kann man, also genau, wenn sich Leute darauf einlassen, 0:15:05–0:15:09 finde ich, dann hat man sie auch sehr schnell ihr Herz erobert. 0:15:10–0:15:14 Aber genau, der Prozess bis dahin ist immer ein bisschen lang und schleppend 0:15:14–0:15:17 und braucht viel Energie und Krafteinsatz, finde ich oft. 0:15:19–0:15:23 Genau, vielleicht mal bei diesem Krafteinsatz bleibend. Warum, 0:15:24–0:15:27 also du hast es ja schon angeschnitten, aber warum Regeneration? 0:15:27–0:15:32 Warum glaubst du, dass das sozusagen nach all dem, was du auch erlebt hast, 0:15:32–0:15:36 du willst Natur regenerieren, daher kommst du, aber das ist ja jetzt sehr viel 0:15:36–0:15:38 größer gefasst, der Begriff. 0:15:39–0:15:39 Ja 0:15:40–0:15:45 Für mich ist das nochmal eine Perspektive, die halt über Nachhaltigkeit hinausgeht, 0:15:45–0:15:49 die das Ganze umfassender sieht und die uns als Menschen auch wirklich als Teil 0:15:49–0:15:51 von der Mitwelt begreift. 0:15:51–0:15:53 Also auch die Energien, die wir haben, die Emotionen, die wir haben, 0:15:54–0:15:59 die haben einen Einfluss. Und auch beim systemischen Denken wird aufgezeigt, 0:15:59–0:16:03 dass wir den Effekt unserer Handlungen gar nicht so gut vorherbestimmen können, 0:16:03–0:16:05 wie wir das sonst häufig denken. 0:16:05–0:16:09 Also zum Beispiel, wenn ich gut drauf bin, weil ich mich gut um mich gekümmert 0:16:09–0:16:12 habe und lächle eine fremde Frau auf der Straße an. 0:16:12–0:16:16 Weil ich gerade so strahle, dann könnte das sein, dass das für sie komplett 0:16:16–0:16:19 den Unterschied macht und ihr ganzer Tag viel besser ist und sie dann Muße hat, 0:16:19–0:16:21 der nächsten Person zu helfen, die sie trifft. 0:16:21–0:16:25 Und das werde ich aber nie herausfinden können, wie viele Menschen positiv jetzt 0:16:25–0:16:27 von meinem Einlächeln motiviert sind. 0:16:28–0:16:31 Und das geht ganz oft in unserem klassischen Diskurs unter, wenn wir zum Beispiel 0:16:31–0:16:36 halt rechnen, wie viel CO2 verbrauche ich und was muss ich technisch tun, um das zu ändern. 0:16:36–0:16:41 Und ich glaube, wir unterschätzen so wahnsinnig, wie soziale Menschen wir sind 0:16:41–0:16:45 und wie viel wir durch unterschiedlich anderen sozialen Umgang miteinander und 0:16:45–0:16:49 Arbeit mit Emotionen und Körper tatsächlich verändern können in unseren eigenen 0:16:49–0:16:51 Mustern und dem, was wir dann weitergeben. 0:16:51–0:16:55 Und das sind alles so Aspekte, die mir in der klassischen Nachhaltigkeit quasi 0:16:55–0:16:59 zu kurz kommen und in so einem regenerativen Bild gehört das alles dazu, 0:16:59–0:17:00 weil dann sind wir Wesen, 0:17:01–0:17:04 die Körper, Geist und Seele haben, die verbunden sind mit den Tieren, 0:17:04–0:17:06 mit der Mitwelt und für mich ist das so ein ganz anderer Blick, 0:17:06–0:17:11 weil wenn ich mich verbunden fühle mit dem, was mich umgibt und nicht mehr so 0:17:11–0:17:14 abgetrennt als Individuum, was alles auch alleine schaffen muss im schlimmsten 0:17:14–0:17:17 Falle, was wir auch oft beigebracht bekommen. 0:17:18–0:17:23 Dann ist es mir auch direkt ein Anliegen, mich anders darauf zu beziehen, 0:17:23–0:17:24 mich anders darum zu kümmern. 0:17:24–0:17:27 Und dann kann ich es auch weniger zerstören, weil alles, was mir wirklich am 0:17:27–0:17:31 Herzen liegt und was ich als Teil von mir betrachte, behandle ich im Schnitt ja auch besser. 0:17:31–0:17:36 Und mich selbst im Idealfall auch, wenn ich mich um meine eigene Regeneration mitkümmere. 0:17:39–0:17:41 Ich hatte gestern so eine Diskussion mit meiner Tochter am See, 0:17:42–0:17:46 am Baggersee, wo ein Kieswerk neben dran ist. Und meine Tochter hat gefragt, 0:17:46–0:17:48 ist dieses Kieswerk gut oder schlecht für die Umwelt? 0:17:48–0:17:55 Und es war so, naja, wahrscheinlich eher schlecht, aber es ist so diese generelle Frage dahinter. 0:17:55–0:18:00 Ist der Mensch, ich habe sie dann zurückgefragt, ist der Mensch gut oder schlecht 0:18:00–0:18:03 für die Umwelt? Dann hat sie eindeutig gesagt, schlecht. 0:18:04–0:18:06 Dann habe ich gesagt, aber Lotti, das kann man so gar nicht sagen. 0:18:07–0:18:11 Weil wir sind doch Teil, also wir sind doch auch Natur. Weißt du, 0:18:11–0:18:13 unsere Körper sind Natur und so weiter. 0:18:14–0:18:18 Dann hat sie gesagt, ja, stimmt. Aber genau, sie sieht halt auch, 0:18:18–0:18:22 was wir unserer nichtmenschlichen, natürlichen Umwelt antun. 0:18:23–0:18:25 Du hast es so schön beschrieben mit dem Lächeln. 0:18:26–0:18:32 Was würdest du dir wünschen, hat das Festival für, was erzeugt das für Resonanzen 0:18:32–0:18:37 oder was hat das für Auswirkungen auf die Welt? Was würdest du dir wünschen? 0:18:37–0:18:44 Das passt auch gut zu deinem Gespräch mit deiner Tochter, weil meine Perspektive 0:18:44–0:18:48 ist, seit ich mich vor allem mit Regeneration beschäftige und Rutger Prägmann im Grunde. 0:18:49–0:18:50 Als Buch, finde ich da auch sehr 0:18:50–0:18:54 passend zu, sodass wir Menschen im Grunde soziale und gute Wesen sind. 0:18:54–0:19:00 In unserer Kultur sind nur so viele Denkweisen drin, die halt dann Handlungsweisen 0:19:00–0:19:02 erschaffen, die nicht gut für unsere Mitwelt sind. 0:19:03–0:19:06 Aber deswegen sind wir nicht per se schlecht oder störend für die Mitwelt. 0:19:06–0:19:10 Wir können ja auch wieder lernen, wie wir uns regenerativ verhalten und einbinden 0:19:10–0:19:14 können und so nach und nach andere Handlungsweisen auszuprobieren. 0:19:14–0:19:17 Und genau das wollen wir auf der Convention zeigen, miteinander zu schauen, 0:19:17–0:19:18 wie kann das denn eigentlich gehen? 0:19:18–0:19:22 Weil niemand von uns hat jetzt bisher die finale Antwort, wie können wir wirklich 0:19:22–0:19:26 voll regenerativ sein? Wie gehen wir zum Beispiel mit so einem Kieswerk um, 0:19:26–0:19:30 um dann auch weiterzugehen? Wie kommen wir mit anderen Materialien voran, 0:19:30–0:19:31 dass wir das nicht mehr brauchen und so? 0:19:32–0:19:36 Und diese Schritte zu gehen, ist so der eine. Also das gemeinsam zu erforschen 0:19:36–0:19:41 und da Schritte für alle Beteiligten mitzunehmen und es auch besser nach außen tragen zu können. 0:19:42–0:19:47 Und durch die Verbindungen, die vor Ort entstehen und dieses andere Gefühl, 0:19:47–0:19:49 sich zugehörig zu fühlen von 0:19:49–0:19:52 etwas, was etwas Positives in die Welt bringt und halt eben dieses, wir, 0:19:53–0:19:57 wollen nicht schlecht sein oder weniger schlecht sein, kommt so eine ganz andere 0:19:57–0:19:59 Selbstwirksamkeit und Handlungskraft auch raus. 0:20:00–0:20:04 Und ich kann bei den Menschen beobachten, dass viel mehr so Hoffnung und Zukunftsmut 0:20:04–0:20:07 und eben Selbstwirksamkeit entsteht. 0:20:08–0:20:11 Konkrete Projekte entstehen, die Menschen dann miteinander weitermachen oder 0:20:12–0:20:15 sich mehr trauen, ihre Angebote rauszubringen, um eben diese Brücken zu bauen, 0:20:15–0:20:20 was wir eben hatten und auch, genau, also mein Wunsch ist, dass wir da mit einerseits 0:20:20–0:20:22 bei der Convention immer mehr Leute haben, 0:20:22–0:20:26 die halt neu in dieses Feld reinkommen und das kennenlernen und wir gleichzeitig 0:20:26–0:20:29 auch gemeinsam dann mehr Wirkung haben, es nach außen zu tragen, 0:20:29–0:20:33 alle an ihren einzelnen Punkten, wo sie sind und halt eben auch eine, 0:20:34–0:20:38 weitere Geschichte zu erzählen, neben Angst und Krisen und sowas in den Nachrichten. 0:20:38–0:20:42 Total stark ist, sondern dieses Hoffnungsvolle, es gibt Lösungen und die sind 0:20:42–0:20:46 schon alle da, sie dürfen nur breiter, bekannter werden und zugänglicher gemacht werden. 0:20:46–0:20:50 Das sind so Effekte, die ich mir von der Convention bisher sehen kann und auch 0:20:50–0:20:52 weiter wünsche, dass das noch stärker wird. 0:20:54–0:21:00 Ja, voll schön. Es ist ja so, dass es nicht nur, also ich sag mal in Anführungszeichen, 0:21:00–0:21:03 nicht nur bei diesen drei, vier Tagen vor Ort bleibt, sondern, 0:21:04–0:21:06 genau, du hast gesagt, da entstehen Projekte draus. 0:21:07–0:21:11 Also gemeinschaftsbasiert wirtschaften, jetzt mal auf unser Thema des Podcasts 0:21:11–0:21:14 zurückzukommen, heißt ja auch tatsächlich nicht nur, dass man irgendwie jetzt 0:21:15–0:21:18 anders die Finanzierung organisiert, sondern, 0:21:19–0:21:23 dass auch wirklich eine Gemeinschaft entsteht, die sich sozusagen mitverantwortlich fühlt, 0:21:25–0:21:27 für ein Angebot, was in der Welt ist. 0:21:27–0:21:31 Und du hattest vorhin, genau, vorhin in unserem Vorgespräch, 0:21:31–0:21:35 glaube ich sogar noch, gesagt, es gibt noch Tickets und das ist aber auch okay, weil 0:21:35–0:21:40 aktuell ist es halt so in unserer heutigen sehr flexiblen, sehr schnellen Zeit, 0:21:40–0:21:44 dass Menschen sich oft erst so zwei Wochen vorher anmelden und erst zwei Wochen 0:21:44–0:21:48 vorher sich wirklich definitiv festlegen, da gehe ich hin oder da gehe ich nicht hin. 0:21:50–0:21:52 Und das ist schön für alle, die sozusagen Teilnehmende sind. 0:21:52–0:21:57 Für die Organisatorinnen ist es etwas immer, ja, da kommt man immer ein bisschen 0:21:57–0:22:01 in Stress, wenn so drei Wochen vorher noch nicht so viele Tickets oder zwei 0:22:01–0:22:03 Monate vorher noch nicht so viele Tickets verkauft sind. 0:22:03–0:22:08 Ja, ich wollte dich das fragen. Wie bezieht ihr denn Gemeinschaft einerseits mit ein? 0:22:08–0:22:11 Und vielleicht auch so ein bisschen die Fragen in den Raum nehmen, 0:22:11–0:22:14 wie kann man es denn schaffen, dass auch vielleicht die Gemeinschaft nicht nur für, 0:22:15–0:22:19 das eine Mal und das eine Ticket mit in die Verantwortung geht, 0:22:19–0:22:22 sondern vielleicht auch langfristig sagt, hey, das finde ich eine richtig gute 0:22:22–0:22:25 Sache und ich unterstütze das einfach übers Jahr monatlich hinweg, 0:22:26–0:22:27 weil da müsst ihr ja auch finanziert. 0:22:28–0:22:32 Also ihr macht ja übers Jahr hinweg die Arbeit, damit dieses Festival dann stattfinden kann. 0:22:33–0:22:36 Genau, und ich gehe da sozusagen übers ganze Jahr mit in die Verantwortung, 0:22:36–0:22:38 damit es dann einmal im Jahr klappt. 0:22:39–0:22:41 Wieder stattfinden kann. Genau. Habt ihr euch dazu Gedanken gemacht? 0:22:43–0:22:47 Ja, das ist auf jeden Fall noch ein weiterer Weg oder Schritt zu schauen, 0:22:47–0:22:53 wie auch übers Laufe des Jahres noch Menschen mehr bei Create generell eingebunden werden können. 0:22:54–0:22:57 Und es gibt schon einige, die dann sehr aktiv sind und zum Beispiel beim letzten 0:22:57–0:23:01 Mal, wo es dann ein bisschen, oder wo noch Puffer war nach der Beitragsrunde, 0:23:01–0:23:04 die dann eigene Ideen einbringen und immer mal wieder sind so, 0:23:04–0:23:08 hey, habt ihr an das und jenes schon gedacht oder wie können wir euch da unterstützen, verknüpfen. 0:23:08–0:23:11 Also ich merke schon den Effekt von den Beitragsrunden, dass Menschen sich anders 0:23:11–0:23:16 Gedanken darüber machen, wie sie noch mitwirken können, als im ersten Jahr war das glaube ich. 0:23:16–0:23:20 Da haben wir in Anführungszeichen nur Tickets normal noch verkauft und da kam 0:23:20–0:23:23 das tatsächlich sogar aus der Gruppe. Also da haben wir uns noch gar nicht so 0:23:23–0:23:26 mit den gemeinschaftsgetragenen Wirtschaften befasst. Da kamen dann Menschen, 0:23:26–0:23:29 die meinten so, also das kann doch jetzt noch nicht gereicht haben, 0:23:29–0:23:31 was ich an Ticketpreis bezahlt habe. 0:23:31–0:23:35 Und dann haben die das quasi ins Leben umgerufen und gesammelt, 0:23:35–0:23:38 dass noch mehr wieder in die Veranstaltung zurückfließt. 0:23:38–0:23:41 Und dann haben wir uns dann angefangen, auch dann mit Switch-Projekt, 0:23:41–0:23:45 aber auch durch diesen Anstoß damit zu befassen, wie können wir denn strukturell 0:23:45–0:23:47 eine Beitragsrunde einbinden, 0:23:47–0:23:51 in dem Wissen, dass das jetzt noch nicht unser ganzes Jahresbudget deckt, 0:23:51–0:23:56 aber halt so erste Schritte zu machen und auch erst mal das Denken zu lernen. 0:23:56–0:24:00 Also ich habe das Gefühl, das macht ihr auch ganz stark, Menschen erst mal diesen 0:24:00–0:24:04 neuen Ansatz näher zu bringen, In unseren eigenen Köpfen und dann denen, die da sind. 0:24:04–0:24:07 Und dann kann das auch immer stärker werden, so, ach, ich muss ja nicht nur 0:24:07–0:24:11 konsumieren, ich kann auch mitwirken, das erstmal freizuschalten quasi. 0:24:11–0:24:13 Und dann kann auch immer mehr daraus entstehen. 0:24:13–0:24:16 Und ja, wie wir das übers Jahr machen, da sind wir jetzt noch am Schauen. 0:24:17–0:24:21 Und gleichzeitig haben wir jetzt dieses Jahr auch noch eine Community dazu gestartet, 0:24:21–0:24:24 also auch nochmal als ein fixes Format. 0:24:24–0:24:27 Nicht nur die Menschen, die sowieso schon mal dabei waren, so als erweitertes 0:24:27–0:24:31 Netzwerk und Community, sondern eine engere, die dann sich jetzt auch digital 0:24:31–0:24:34 regelmäßig trifft und miteinander im Austausch bleibt, eben dass diese Themen 0:24:34–0:24:35 dann auch weiter bewegt werden. 0:24:35–0:24:39 Weil sonst kennt man das ja häufig von Veranstaltungen oder gegen mir zumindest früher so. 0:24:39–0:24:42 Dann war ich total inspiriert und kam nach Hause und bin erst mal in so ein 0:24:42–0:24:45 Loch gefallen, weil ich da die ganzen tollen Leute nicht mehr hatte und in meinem 0:24:45–0:24:50 Leben auch irgendwie ganz andere Sachen zu tun und dass wir so uns weiter bestärken können. 0:24:50–0:24:53 Also auch dann nach der nächsten Convention gibt es dann wieder die Möglichkeit, 0:24:53–0:24:57 auch neu in diese Community zu starten, gerade für die, die das wirklich übers 0:24:57–0:24:59 Jahr dann auch weiterziehen und bewegen wollen. 0:24:59–0:25:02 Und das haben wir auch jahreszeitlich orientiert, dass wir uns dann im Herbst 0:25:02–0:25:06 mehr mit Loslastenthemen beschäftigen und im Frühjahr mehr mit, 0:25:06–0:25:09 was wollen wir denn neu starten, dass das auch zu den Jahreszeiten passt. 0:25:10–0:25:13 Und da merken wir jetzt schon, welche Leute auch enger dran sind und sich mit 0:25:13–0:25:17 reingeben, dann Angebote machen und das immer mehr aufzubauen und auch ko-kreativ 0:25:17–0:25:21 zu gestalten. Also die Leute sagen, ich möchte jetzt mein Angebot hier mit euch 0:25:21–0:25:23 testen und das reinzugeben. 0:25:23–0:25:27 Und da sind wir gerade im Entwickeln, dass das immer mehr wird in die Richtung. 0:25:27–0:25:30 Und ich glaube, da gibt es noch ganz viel Potenzial und wir sind jetzt erst 0:25:30–0:25:34 mal am rausfinden, wo können wir das erschließen und was haben Menschen für Ideen. 0:25:35–0:25:39 Und dass das dann immer tragfähiger wird, weil das ja einfach eine selbstverständlichere 0:25:39–0:25:43 Haltung wird. Ich gestalte Dinge mit und bin ich nur Konsument und schaue zu, 0:25:43–0:25:46 so in diese Handlungskraft auch zu kommen. 0:25:47–0:25:51 Und heißt, genau, man könnte auch sozusagen Mitglied dann werden. 0:25:52–0:25:57 Seid ihr in einem Verein? Und dann monatlich sozusagen beitragen, 0:25:57–0:26:02 Teil der Community sein, wirklich da ein Netzwerk haben für Regeneration, 0:26:03–0:26:05 für die eigenen Ideen. Ist das so gedacht? 0:26:06–0:26:09 Ja, genau. Also Menschen können dann wirklich explizit sagen, 0:26:09–0:26:13 wir sind jetzt in der Community dabei und über einen monatlichen Beitrag, 0:26:13–0:26:18 der auch dann wieder frei wählbar nach eigener Finanzkapazität ist, 0:26:18–0:26:20 beziehungsweise über Beitragsrunde, 0:26:20–0:26:22 das unterstützen können. 0:26:22–0:26:26 Das ist dann erstmal für den Community-Bereich spezifisch und genau das erfahren 0:26:26–0:26:27 können, was du gerade gesagt hast. 0:26:27–0:26:31 Und da sind wir gerade am rausfinden, was passt am besten. Wir haben eine digitale 0:26:31–0:26:37 Plattform, wo man sich zu verschiedenen Themen austauschen kann und halt Calls und Angebote bekommt. 0:26:38–0:26:40 Jetzt habe ich irgendeinen Teil deiner Frage vergessen. 0:26:42–0:26:45 Wie das funktioniert? Also wie würde ich da denn Mitglied werden? 0:26:45–0:26:49 Und ob ihr ein Verein seid? Wie funktioniert das? Was bedeutet das? 0:26:49–0:26:54 Genau, die Vereinsfrage war es noch. Ja, wir sind aktuell als eigenständiges 0:26:54–0:26:58 Projekt unter dem Dach von Reinventing Society, was ein gemeinnütziger Verein 0:26:58–0:27:00 ist, die sehr verwandte Themen machen wie wir. 0:27:01–0:27:05 Und das bietet sich einfach an, weil so Vereinsarbeit ja mit sehr vielen Formalitäten 0:27:05–0:27:10 einhergeht, dass wir gesagt haben, wir schaffen auch da Synergien und ko-kreieren 0:27:10–0:27:12 und haben halt eine Person, die für 0:27:12–0:27:15 uns auch als Projekt dann zum Beispiel die Steuererklärung oder was auch immer 0:27:15–0:27:17 man im Finanzamt dann alles so einreichen muss, 0:27:18–0:27:21 mitmacht und schaffen jetzt gerade keine Parallelinfrastruktur, 0:27:21–0:27:24 die das dann auch nochmal separat machen muss, weil wir ja auch Menschen haben, 0:27:24–0:27:29 die dann zum Beispiel für Create tätig sind und für Reinventing Society und 0:27:29–0:27:30 das schafft dann halt einfach total 0:27:30–0:27:34 Synergien und dann weiß man auch, was bei den anderen passiert. 0:27:34–0:27:35 Genau, deswegen kann man bei 0:27:35–0:27:39 uns auch spenden halt an den Vereinen und das geht dann explizit an Create, 0:27:39–0:27:45 und ja, wir hatten jetzt gerade für die Community im Mai quasi die Startphase, 0:27:46–0:27:50 wo Menschen neu einsteigen konnten und jetzt ist gerade Anmeldungen über die 0:27:50–0:27:54 Webseite möglich für die neuen Interessierten, weil wir dann ab August loslegen mit allen, die auch, 0:27:55–0:27:57 nach der Convention vielleicht einsteigen wollen. 0:27:57–0:28:01 Weil wir gesagt haben, es ist schön, wie so ein bisschen geschlossenen Container 0:28:01–0:28:04 zu haben und dann ab August gibt es die erste Halbjahresphase mit. 0:28:05–0:28:08 Einer Gruppe, die sich dann auch wirklich finden und vertrauen kann, 0:28:08–0:28:11 weil wir gesagt haben, wenn jetzt alle zwei Wochen irgendwer Neues reinkommt, 0:28:11–0:28:15 dann kann nicht so ein gutes Gefäß entstehen, was ein Vertrauen miteinander aufbaut. 0:28:16–0:28:19 Genau, von daher kann man sich gerade oder über die Webseite melden bei Interesse 0:28:19–0:28:23 und kriegt dann die Infos dafür, im Juli gibt es dann die Infoveranstaltung, 0:28:23–0:28:26 ab August starten zu können in dem neuen Bericht. 0:28:26–0:28:28 Und wenn es jemandem ganz stark unter die Nägel brennt, dann finden wir auch 0:28:28–0:28:32 vorher schon eine Möglichkeit, dafür haben wir immer unsere E-Mail-Adressen, 0:28:32–0:28:38 also da auch nicht so starr zu sein, aber so ein Grundding eines gemeinsamen 0:28:38–0:28:40 Feldes zu bauen, dass es uns nicht zu sehr zerfasert. 0:28:42–0:28:46 Ja, cool. Also genau, ihr könnt jetzt schon mitmachen bei der Community und 0:28:46–0:28:49 dann im Juli beim Festival. 0:28:50–0:28:54 Und vielleicht enden wir mit der Frage, mit der wir begonnen haben. 0:28:55–0:28:56 Ist es denn nun ein Festival? 0:28:59–0:29:02 Oder genau, ich meine, du hast ja vorhin schon beschrieben, was passiert. 0:29:03–0:29:06 Ich habe sehr positive Knoten, also ich habe sehr positive Assoziationen und 0:29:06–0:29:09 also wenn mir jemand Festival sagt, dann denke ich sofort so an Lebensfreude, 0:29:09–0:29:16 an Leichtigkeit, an Menschen, an viele Menschen, an Sommer auch. 0:29:16–0:29:20 Festival hat sehr viel mit Sommer zu tun und ich meine, das trifft ja wohl erstmal 0:29:20–0:29:21 alles auf euch zu, würde ich sagen. 0:29:23–0:29:26 Was ist denn da nicht festivalig an eurem Festival? 0:29:28–0:29:31 Ja, die Assoziationen und Konnotationen kann ich auf jeden Fall mitnehmen, 0:29:31–0:29:35 wobei viele Festivals wahrscheinlich tendenziell noch ein Stück größer sind. 0:29:35–0:29:39 Also bei der Convention sind wir maximal 100 Menschen und ich kenne Festivals, 0:29:39–0:29:44 die von bis zu, ich weiß nicht, was hat so eine Fusion, zehntausende Leute geht oder so. 0:29:44–0:29:48 Das sind dann doch andere Größenordnungen, die Menschen da im Kopf haben können. 0:29:48–0:29:52 Ja, ich würde auf jeden Fall sagen, es hat diese Qualitäten von Festivals, 0:29:52–0:29:56 die du gerade aufgebracht hast und auch so Elemente wie so Morgenprogramm, 0:29:56–0:29:58 Abendprogramm gemeinsam gestaltet ist. 0:29:59–0:30:03 Für mein Empfinden ist der Unterschied, dass wir noch stärker in einen tiefgehenden 0:30:03–0:30:07 Prozess gehen, also in den zwei Tagen, Freitag, Samstag, die so der Haupte, 0:30:07–0:30:10 dann tauchen wir wirklich tief in so ein Thema ein mit einem, 0:30:11–0:30:15 durchgehenden Prozess und das sind dann weniger einzelne Workshops, 0:30:15–0:30:18 die lose zu einem Themengebiet passen, sondern wirklich die Gruppe findet sich 0:30:18–0:30:21 dann und ich kann selbst tief in mich reintauchen. 0:30:21–0:30:24 Also es geht dann auch los mit, wo stehe ich in diesem Thema gerade? 0:30:24–0:30:25 Dann gibt es Inspiration. 0:30:26–0:30:29 Wie kann ich das jetzt weiter angehen? Dann kommt wirklich eine konkrete praktische 0:30:29–0:30:33 Phase. Wie komme ich jetzt in die Umsetzung? Wie können wir das miteinander starten? 0:30:33–0:30:37 Und dann auch zu schauen, wie verbindet sich das mit den anderen Themen, 0:30:37–0:30:41 die die anderen bewegt haben und dann auch mit nächsten Schritten rausgehen. 0:30:41–0:30:45 Also es schafft noch mal mehr Verbindlichkeit mit mir selbst und auch mit den 0:30:45–0:30:48 anderen gegenüber, weil ich wirklich da eintauche, tiefgehe, 0:30:48–0:30:52 mich zeige und nicht nach anderthalb Stunden Workshop dann wieder in ein anderes Thema reinspringe. 0:30:53–0:30:55 Und ich würde sagen, dass der Unterschied ist, hat dann vielleicht mehr Ähnlichkeit 0:30:55–0:31:01 noch mit so einem Seminarkontext oder so im Rahmen vielleicht eines äußeren 0:31:01–0:31:05 Festival-Konstrukts. Vielleicht können wir uns auf sowas in die Richtung einigen. 0:31:07–0:31:13 Ja, ich finde das nochmal spannend, weil Festivals in der Welt, 0:31:13–0:31:20 so wie wir sie kennen, sind ja oft so kurze Phasen des massiven Rausbeamens aus dem eigenen Leben. 0:31:21–0:31:26 Also man ist dann so, man hat halt ganz viel Freude auf diesem Festival und 0:31:26–0:31:32 gar keine Sorgen auf diesem Festival und ist vielleicht auch dazu angehalten 0:31:32–0:31:35 und der Rahmen lässt es zu, dass man sich irgendwie verrückt, 0:31:35–0:31:37 kleidet und verrückte Dinge tut. 0:31:37–0:31:43 Und genau, ich glaube, es hört sich an nach einem Festival, was eher wieder 0:31:43–0:31:48 versucht, sozusagen den Rest des Lebens mit einzubeziehen, anstatt sozusagen so, 0:31:49–0:31:56 die Sorgen und Probleme und Herausforderungen und so weiter des Lebens so rausgedrängt zu haben. 0:31:56–0:31:59 Und es ist ja auch so, nur diese Trennung von Lohnarbeit, hier arbeite ich und 0:31:59–0:32:03 da habe ich meine Freizeit, hier bin ich frei und mache mir keine Sorgen mehr, 0:32:04–0:32:09 dass man es wieder mehr verbindet miteinander und nicht diese Phasen von Urlaub 0:32:09–0:32:13 und Festival und Phasen von totaler Stress und kurz vom Burnout, 0:32:14–0:32:16 sondern es wieder so ineinander fließen lässt. 0:32:16–0:32:24 Und genau, auf Festivals eben auch sozusagen sich weiterentwickelt und an sich 0:32:24–0:32:28 und an der Welt und an anderen Menschen sozusagen, 0:32:29–0:32:34 gestalten kann, also create, du hast es vorhin ganz schön gesagt, dieses Anfassende. 0:32:37–0:32:41 Genau. Und nicht diese Trennung, die wir eh überwinden wollen mit Regeneration. 0:32:44–0:32:48 Ja, das finde ich gerade nochmal für mich selbst auch nochmal eine wertvolle, 0:32:49–0:32:50 andere Perspektive darauf. 0:32:50–0:32:53 Also ich finde, das trifft es richtig gut. Also natürlich ist es wo anders als 0:32:53–0:32:58 im gewohnten Kontext, was halt neue Möglichkeiten eröffnet und neue Verbindungen schafft. 0:32:58–0:33:00 Und gleichzeitig Gleichzeitig ist unser Ziel genau, was du gesagt hast, 0:33:00–0:33:04 dass es auch lebensintegrativ ist und halt nicht dissoziativ vom eigenen Leben, 0:33:05–0:33:08 sondern zeigt so, und wie kann ich halt diese schönen Elemente, 0:33:08–0:33:10 die ich vielleicht sonst bei einem Festival auch kennenlerne, 0:33:10–0:33:12 wirklich mit ins Leben übertragen. 0:33:12–0:33:15 Also vielleicht kann ich auch in meinem eigenen Leben mich häufiger mal verkleiden 0:33:15–0:33:18 und Spaß haben, um jetzt das Beispiel zu nehmen. 0:33:18–0:33:21 Und es muss gar nicht immer nur beim Festival sein. Und wie können wir das wirklich, 0:33:22–0:33:26 mit ins Leben nehmen, dass das regenerativer wird und nicht nur so punktuell 0:33:26–0:33:30 bei, ich bin mal im Urlaub, mal bei einer Veranstaltung, sondern ja, 0:33:30–0:33:31 struktureller mitzunehmen. 0:33:33–0:33:37 Voll. Schön. Danke, dass du da warst, Katharin. 0:33:37–0:33:42 Magst du noch, ist dir noch irgendwas, ja, noch im Kopf, was du noch loswerden 0:33:42–0:33:46 willst, im Herzen, im Bauch, irgendwo, was du noch einmal an unsere Zuhörerinnen 0:33:46–0:33:50 und Zuhörer sagen möchtest, bevor wir dann hier langsam zum Ende kommen? 0:33:51–0:33:51 Mhm. 0:33:53–0:33:56 Ja, vielen Dank für das Gespräch. Es hat richtig Freude gemacht mit dir, Hannah. 0:33:56–0:33:59 Ich nehme auch nochmal neue Perspektiven mit und ja, ich glaube, 0:33:59–0:34:01 das mag ich noch mit reingeben. 0:34:01–0:34:06 Also ich finde das so wahnsinnig toll, was entstehen kann, sich mit anderen 0:34:06–0:34:08 Menschen auszutauschen, Ko-Kreation zu schaffen 0:34:08–0:34:12 und auch wirklich dieses Gemeinschaftsgetragen immer mehr zu lernen. 0:34:12–0:34:15 Also ich merke, wie ich da selbst auch noch umdenken kann, weil ich an ganz 0:34:15–0:34:19 vielen Stellen denke, das müsste ich jetzt alleine machen oder wie schaffe ich das? 0:34:19–0:34:23 Und einfach dieses mit anderen Menschen in Austausch zu kommen zu den Themen 0:34:23–0:34:26 kann so viel bewegen und dieses, 0:34:27–0:34:31 Anfang zu verlernen, dieses ich muss das immer alleine machen und ich bin ein 0:34:31–0:34:35 Individuum, sondern was so an Kraft im Kollektiven steckt, das ist für mich 0:34:35–0:34:38 selbst auch immer nochmal so eine Riesenüberraschung, wenn ich wieder merke, 0:34:38–0:34:41 ich bin wieder so in meinen, ich muss das jetzt alleine machen, muss da rein. 0:34:42–0:34:45 Bin und da finde ich es auch mit dem gemeinschaftsgetragenen Wirtschaften einfach 0:34:45–0:34:49 so einen richtig tollen Ansatz, das immer weiter zu lernen und zu verlernen, 0:34:49–0:34:52 was vielleicht so klassische Prägungen sind und das finde ich richtig toll. 0:34:53–0:34:58 Dann habe ich jetzt doch noch eine letzte Frage bezüglich kollektiv und wie 0:34:58–0:35:01 man es gemeinsam sagt. Wie geht ihr denn mit Kindern um an diesem Ort? 0:35:02–0:35:05 Das wollte ich tatsächlich vorhin auch noch sagen, als du deine Tochter aufgefragt 0:35:05–0:35:08 hast. Danke, dass du nochmal drauf kommst und auch wegen Zugänglichkeit. 0:35:08–0:35:12 Also die Kinder kommen bei uns nämlich frei mit und Jugendlichen zahlen einen 0:35:12–0:35:14 kleinen Beitrag für ihr Essen, also die Eltern vermutlich. 0:35:15–0:35:21 Und wir binden die ein und wir haben auch, also es gibt verschiedene Möglichkeiten, 0:35:21–0:35:24 dass sie teilnehmen können. Wir haben auch Unterstützung für die Eltern mit 0:35:24–0:35:27 vor Ort und das werden wir da Austausch schaffen. 0:35:28–0:35:32 Und es gibt tatsächlich ein spezifisches Programm quasi auch für Kinder, 0:35:32–0:35:35 also nicht im Sinne von Kinderbetreuung, sie sind weg organisiert, sondern 0:35:35–0:35:38 sie können so eine ähnliche Lernreise machen wie die Erwachsenen, 0:35:38–0:35:42 halt kindgerecht in der Natur, begleitet von einer ganz tollen Person, 0:35:42–0:35:44 die viel Bildungserfahrung hat. 0:35:44–0:35:48 Und die lernen dann in der Natur, im Wald quasi die gleichen Themen, 0:35:48–0:35:50 die wir machen, aber halt auch in ihren Kontext angepasst. 0:35:50–0:35:55 Und die älteren Kids können entweder, je nachdem schon, können sich auch ein 0:35:55–0:35:58 anderes Programm aussuchen oder halt mit unterstützen und zu sagen, 0:35:58–0:36:01 hey, wir lernen das zusammen altersübergreifend. 0:36:01–0:36:05 Ja, und irgendwie wäre ich da fast gerne selbst wieder jünger und würde bei 0:36:05–0:36:09 dem Programm mitmachen und den ganzen Tag durch den Wald toben und da lernen. 0:36:09–0:36:13 Und dann haben wir auch die Punkte, wo wir dann schauen, was haben wir jeweils 0:36:13–0:36:15 gelernt und wie bringen wir das zusammen. 0:36:15–0:36:19 Also dann treffen wir auch darauf, was die Kids erarbeitet haben in der Zeit 0:36:19–0:36:23 mit den Erwachsenen zusammen. Und ja, dass wir wirklich auch die ganze Gesellschaft, 0:36:23–0:36:25 die ganze Familie und die Altersspannen abbilden. 0:36:26–0:36:30 Wir hatten auch schon von 15 Monaten bis, glaube ich, 75 so alles dabei. 0:36:30–0:36:33 Und das finde ich auch so richtig schön, diesen intergenerationalen Austausch 0:36:33–0:36:35 und die verschiedenen Perspektiven. 0:36:35–0:36:39 Und ich finde gerade, Kinder können uns so viel über Offenheit und Präsenz und 0:36:40–0:36:44 Staunen und so weiter lernen, was bei uns manchmal so untergeht als Erwachsene 0:36:44–0:36:45 oder was wir abtrainiert bekommen. 0:36:46–0:36:49 Ja, und da freue ich mich gerade jetzt sogar noch mehr drauf, 0:36:49–0:36:51 wenn ich da so drüber spreche. Es wäre richtig schön. 0:36:52–0:36:57 Ja, mega. Ja, ich habe auf jeden Fall jetzt richtig Lust bekommen, 0:36:57–0:37:00 noch zu kommen und werde auf jeden Fall mal checken, ob das irgendwie reinpasst, 0:37:00–0:37:03 weil das ist die erste Sommerferienwoche für uns in Rheinland-Pfalz. 0:37:03–0:37:09 Genau, vielleicht schnappe ich ja meine Tochter und düse nach Mecklenburg-Vorpommern, 0:37:09–0:37:13 auch wenn es wirklich eine wahnsinnig weite Strecke für mich aus Speyer ist. 0:37:14–0:37:19 Aber genau, es ist ein wunderbarer Ort und ich kenne euch und glaube auch, 0:37:19–0:37:21 dass es ein wunderbares Programm wird. 0:37:21–0:37:24 Genau. Und für alle, die auch Lust bekommen haben, herzliche Einladung, 0:37:24–0:37:29 sich anzuschließen und genau, mal auf der Webseite vorbeizuschauen, 0:37:29–0:37:33 sich vielleicht noch die letzten Fragen zu klären und dann ein Ticket zu buchen, 0:37:33–0:37:35 was sehr, sehr günstig ist für vier Tage. 0:37:35–0:37:39 130 Euro, wie ich finde, vor allem, wenn man auch noch seine Kinder mitbringen 0:37:39–0:37:43 kann und die auch noch ein tolles Programm bekommen und dann eben beitragen 0:37:43–0:37:49 und zwar so, dass es nicht wehtut und am Ende aber trotzdem alles finanziert ist. 0:37:50–0:37:54 Danke dir, Katharin, dass du dir Zeit genommen hast und dass du hier bei mir 0:37:54–0:37:56 im Podcast zu Besuch warst. 0:37:56–0:37:58 Vielen Dank, Hannah und allen einen schönen Tag. 0:37:59–0:38:00 Tschüss, macht's gut. 0:38:03–0:38:07 Du möchtest diesen Podcast und den Wandel auch finanziell unterstützen? 0:38:07–0:38:11 Dann geh doch auf MYZELIUM.com werde mit wenigen Klicks Fördermitglied in unserem 0:38:11–0:38:17 MYZELIUM-Ökosystem und werde Teil einer Gemeinschaft, die tiefgreifende Veränderung bewirkt. 0:38:17–0:38:22 Denn die Gemeinschaft von heute ist der Wandel von morgen. Schön, 0:38:22–0:38:23 dass du heute mit dabei warst. 0:38:24–0:38:27 Wenn du andere Menschen kennst, für die das auch hilfreich sein könnte, 0:38:27–0:38:31 dann teile doch gerne diese Folge und hilf uns, die Idee des gemeinschaftsbasierten 0:38:31–0:38:33 Wirtschaftens weiter zu verbreiten. The post MP114 – CREATE Regeneration – Wie Festival gemeinschaftsbasiert geht appeared first on MYZELIUM.