Bekommt Merz die Nachfolge von Steinmeier nicht geregelt?
Am 30. Januar stimmt die Bundesversammlung über einen neuen Bundespräsidenten oder - zum ersten Mal - eine Bundespräsidentin ab. Die Debatte um die Nachfolge von Frank-Walter Steinmeier, der nach zwei Amtszeiten nicht noch einmal antreten darf, ist aber schon jetzt in vollem Gange. Für Irritationen sorgt die Spekulation, die hessische CDU-Fraktionsvorsitzende Ines Claus sei die Favoritin von Bundeskanzler Merz, der sich bisher nicht öffentlich auf eine Nachfolger*in festgelegt hat. Das hat sein Umfeld zwar dementiert, die CDU beharrt aber darauf, dass ihr als größte Partei in der Bundesversammlung das Vorschlagsrecht zusteht. Dabei gebe es mit der CSU-Politikerin Ilse Aigner eine Kandidatin, die nicht nur in ihrer eigenen Partei, sondern auch in der SPD und bei den Grünen Unterstützung hat. Merz will erst Anfang November einen Vorschlag machen, heißt es aus Unionskreisen. Je länger er zögert, desto mehr scheint ihm die Debatte aber zu entgleiten und führt zur heutigen radio3-Frage des Tages an die Journalistin Nicole Diekmann: Bekommt Merz die Nachfolge von Frank-Walter Steinmeier nicht geregelt?