Beyond AI

The Erium Podcast

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Jeden Tag passiert etwas in der Welt der KI, von dem die meisten Menschen nie erfahren. Nicht weil es geheim ist sondern weil es fast niemand so erklärt, dass es wirklich hängen bleibt. Beyond AI ändert das. Dr. Theo Steininger arbeitet seit fast zehn Jahren täglich mit KI nicht nur auf Konferenzbühnen, sondern mit echten Unternehmen, echten Daten und echten Problemen. In diesem Podcast nimmt er uns mit in diese Welt: Was die Modelle heute wirklich können, wo sie noch kläglich scheitern und was das für die Art bedeutet, wie ganze Branchen arbeiten und entscheiden. Gemeinsam mit Gästen aus Forschung, Industrie und der Praxis jeder mit seinem eigenen Blickwinkel darauf, was KI in ihrer Welt gerade wirklich verändert. Immer nah an der Realität. Immer ehrlich. Nie abstrakt. Für alle, die wissen wollen, was wirklich passiert nicht nur, was gerade im Trend liegt.

Recent Episodes

OCT 4, 2026
Studium im KI-Zeitalter: Braucht Lernen noch das Tal der Schmerzen?
Drei Transkripte und ein Strategiepapier rein, ein paar Minuten später stehen perfekte Folien – und erst beim Review fällt Theo auf, dass die gesamte Argumentation gar nicht von ihm stammt. Er hat sie nur abgenickt, weil sie plausibel klang. Vor ein paar Folgen haben wir noch gefeiert, dass uns die KI das mühsame Reinfuchsen abnimmt. Jetzt kommt die Rechnung: Die Frustrationsphase, die die KI wegkürzt, war eigentlich die Lernphase. Also – braucht Lernen das Tal der Schmerzen noch, oder geht es auch ohne? Wir gehen der Frage in vier Bereichen nach. Beim eigenen Lernen: Warum bleibt Wissen aus drei Tagen Lehrbuch hängen, aus zwei Stunden KI-Dialog aber kaum – und was sagt eine Studie über Mathe-Lern-Apps, die zu früh helfen? Beim Bewerben: Was verrät eine perfekte Bewerbung heute noch über den Menschen dahinter? Theo erzählt aus dem Erium-Recruiting – von Anschreiben, die am Telefon in sich zusammenfallen, von einem Bewerber, der den Bewerbungs-Bot per Prompt-Injection geknackt hat, und von der Frage, ob 15 Minuten mit KI oder ein ganzer Tag ohne die bessere Bewerbung ergeben. Bei Firmen, die gerade erst anfangen: Du hast 90 Tage und eine Organisation ohne jede KI – womit fängst du an, welchen Prozess nimmst du dir vor, und welchen besser nicht? Was machst du mit gescheiterten KI-Experimenten, außer sie zu vergessen? Und warum werden Firmen-Wikis mit KI so schnell zum Datengrab? Und beim Studium: Was ist ein Abschluss noch wert, wenn die Hausaufgaben inzwischen die KI macht – welche Berufe hält Theo für hardcore obsolet, und welchen für zukunftssicherer, als viele denken? Am Ende steht Maksims Fazit, ein alter Physiker-Spruch: Shut up and calculate. Was er damit im KI-Zeitalter meint, hörst du in der Folge.
52 MIN
SEP 20, 2026
Brandbeschleuniger KI: So kommen Fabriken ins KI-Zeitalter – mit Andreas Tobisch
Französisch, Latein, Englisch – und dann Maschinenbau: Andreas Tobisch hat den unwahrscheinlichen Weg genommen. Von 130 Studienanfängern in Deggendorf kamen rund 40 durch, der Neusprachler war einer davon. Danach zwölf Jahre Schaltbau, Lean Management von der Pike auf eingeführt, bei Bode in Kassel bis in die Bereichsleitung mit Verantwortung von Polen bis Nordamerika – und heute gehört er zur Führung der DE Software & Control, die seit rund 30 Jahren Software für den Shopfloor baut. Also für den Ort, an dem die richtige Information zur richtigen Zeit beim richtigen Mitarbeiter ankommen muss. Mit Theo spricht er darüber, wo die Industrie beim Thema KI wirklich steht – inklusive einer Kongress-Anekdote, bei der jeder Datenschützer einmal tief durchatmen muss: eigene ChatGPT-Accounts als Sicherheitskonzept. Warum profitiert ein Softwarehaus mit drei Jahrzehnten Geschichte von einem Startup wie Erium – und umgekehrt? Und wieso ist Geschwindigkeit am Ende weniger eine Frage der Technik als eine Kopfsache? Außerdem: die erste schriftliche Homeoffice-Regelung in 30 Jahren Firmengeschichte – und was dieser Pulsbeschleuniger mit den Teams macht. Die Frage, wo die Seniors von morgen herkommen, wenn die KI heute schon besser codet als mancher Junior. Und die neue Projektrealität, in der Kunden keine Zwei-Jahres-Aufträge mehr vergeben, sondern sagen: In drei Monaten soll die Kuh fliegen – wartet man Software dann überhaupt noch, oder baut man sie einfach neu? Zum Schluss wagt Andreas den Zehn-Jahres-Blick: Wenn Roboter schrauben und Agenten coden – welche menschliche Eigenschaft brauchen wir dann am dringendsten?
57 MIN