Warum uns Ungewissheit so stresst
Auf einen Befund oder eine Klausurnote zu warten, kann ganz schön anstrengend sein. Warum löst schon das Nichtwissen Stress aus? Marcus Hoffmann erklärt, was dabei im Körper passiert, weshalb ein mulmiges Gefühl noch kein schlechtes Ergebnis ankündigt und wie die Zeit bis zur Antwort auch Raum für anderes lassen kann. Die Forschung dahinter Ein Versuch am University College London mit 45 Erwachsenen untersuchte, wie Ungewissheit über bevorstehende schmerzhafte Reize mit Stress zusammenhängt. Eine weitere Studie begleitete 125 Absolventen während des Wartens auf ihr Anwaltsexamensergebnis: Wer häufiger ganz in einer Tätigkeit aufging, berichtete von weniger Sorgen und besserer Stimmung. Diese Beobachtung beweist nicht, dass die Beschäftigung die Verbesserung verursacht hat. Quellen de Berker AO, Rutledge RB, Mathys C, Marshall L, Cross GF, Dolan RJ, Bestmann S. Computations of uncertainty mediate acute stress responses in humans. Nature Communications. 2016;7:10996. DOI: 10.1038/ncomms10996. Finanzierung und Unterstützung: Medical Research Council, Max-Planck-Gesellschaft, Wellcome Trust und European Research Council. Die Autoren erklären keine konkurrierenden finanziellen Interessen. Rankin K, Walsh LC, Sweeny K. A Better Distraction: Exploring the Benefits of Flow During Uncertain Waiting Periods. Emotion. 2019;19(5):818–828. DOI: 10.1037/emo0000479. Autorenfassung. In der zugänglichen Autorenfassung sind keine gesonderten Angaben zu Finanzierung und Interessenkonflikten ausgewiesen. Medizinischer Hinweis Der Podcast ersetzt keine persönliche ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. KI-Transparenz Recherche, Textentwurf und Lektorat mit KI-Unterstützung. Beide Stimmen sind synthetisch; die Hauptstimme ist eine digitale Nachbildung der Stimme von Marcus Hoffmann. Musik J. S. Bach, Cellosuite Nr. 1, Prélude BWV 1007; gespielt von Chris/Fopseh, CC0 1.0. Originalaufnahme und Lizenz. Impressum und berufsrechtliche Angaben · Datenschutz